macOS mit ARM-Prozessoren

macOS mit ARM-Prozessoren

macOS mit ARM-Prozessoren, könnte ein erneuter CPU-Switch bei Apple gut gehen? Neu ist das Gerücht nicht. Schon oft wurde beispielsweise über MacBooks mit ARM-Prozessoren und langer Laufleistung spekuliert und das es doch praktisch wäre, iOS-Apps unter macOS zu nutzen. Und ein anstehender Switch auf eigens entwickelte Prozessoren wäre zumindest auch eine Erklärung für das, was Apple momentan mit der aktuellen Mac-Hardware anstellt: Relativ wenig.

macOS mit ARM-Prozessoren

Die letzte iMac-Aktualisierung liegt schon lange zurück. Im Juni 2017 gab es das letzte Update. »Noch nie war der iMac ungepflegter«, titelte MacTechNews treffend. Damals™ konnte man wenigstens noch im jährlichen Rhythmus von Updates einiger Komponenten wie Festplatte, Arbeitsspeicher oder CPU ausgehen. Heute zahlt man immer noch Aufpreis für eine SSD im iMac.

Das Surf-MacBook und der Mac Pro scheinen ebenfalls vergessen zu sein und so richtig »vorwärts« geht es beim MacBook Pro meist auch nur preislich. Immerhin wurde das MacBook Air erneuert und es gab einen neuen Mac mini. Ein sehr schönes Gerät, das vielen aber in der aktuellen Ausführung noch nicht revolutionär genug ausfiel. Und weil man für 32 GB Arbeitsspeicher 720 Euro Aufpreis zahlen soll, muss man an der Kiste auch noch selbst rumfummeln. Und dann gab es Dezember 2017 noch den »Benchmark-iMac«, bei dem viele Pro-User wohl gehofft hatten, dass davon auch etwas in die Consumer-iMacs übernommen wird … die ja sehr häufig von Pro-Usern genutzt werden.

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Was würde man momentan groß verlieren, wenn Apple auf die eigenen Prozessoren umsteigt?

Vielleicht ist ja die andauernde Update-Langeweile bei Apple tatsächlich der Vorbote für einen im Hintergrund langjährig vorbereiteten ARM-Switch? Und angeblich soll selbst Intel damit rechnen, dass Apple 2020 beginnt auf die eigenen Prozessoren zu wechseln. Sollte dieser Switch die Innovations- und Hardwarepläne wieder etwas beschleunigen, darf man den Wechsel bei einigen Geräten durchaus begrüßen.

Software und Performance

Weitere Gedankenspiele kreisen dann natürlich um die nötigen Änderungen seitens der Software und der Performance der ARM-Hardware. Denn auch wenn Apples aktuelle Mobilprozessoren sehr fix sind, könnten die A-Prozessoren in den nächsten Generationen wirklich mit aktuellen Intel-CPUs mithalten? Hier darf man durchaus skeptisch sein.

Aber man muss sich auch die Frage stellen, für wie viele Nutzer das überhaupt noch relevant sein wird. Mehr und mehr Applikationen wandern direkt in den Browser oder sind mittlerweile auch mit einer Mobilversion brauchbar vertreten. Viele Aufgaben lassen sich also auch heute schon mit einem A12X Bionic problemlos bewältigen. Man muss ja nicht gleich mit 4K-Videoschnitt einsteigen und Rechner werden schon lange nicht mehr nur wegen Benchmarks und schönen Hardware-Specs gekauft.

Beispiele für professionelles Arbeiten gibt es bereits viele Apps wie Affinity Photo, Affinity Designer oder das grandiose Procreate. Und irgendwie hat selbst Adobe das erkannt und angekündigt 2019 ein vollwertiges Photoshop für iOS zu bringen.

California Apple

Projekt Marzipan

Auch für die Softwareumstellungen gibt es schon das passende Gerücht. »Marzipan« soll das interne Projekt bei Apple heißen. Und das soll dafür sorgen, dass zukünftig iOS-Apps leichter zu macOS portiert werden können. Sogenannte »Single Binaries« fallen hier als Buzzword. Endlich ein Programm (oder ein Spiel) kaufen und es unter macOS und iOS gleichzeitig nutzen. Am besten noch mit vereinheitlichtem und modernisierten User-Interface, so dass man den Wechsel von macOS zu iOS und andersrum nur noch in den Bedienwerkzeugen bemerkt. Auch wenn das sehr viel Aufwand bedeutet: Ich finde die Möglichkeit auf einen ARM-Switch großartig und erhoffe mir dadurch wieder mehr Innovationen. Sowohl bei der Software, als auch bei der Hardware.

Apple wäre mit eigenen CPUs unabhängig von Intels Roadmap und hätte mehr Kontrolle. Größere Margen wären damit vermutlich auch möglich, ebenso wie den ein oder anderen Rechner dann günstiger anzubieten. Letzteres dürfte mehr Wunsch als Realität sein.

Neue Produktpalette?

Und was könnte ein macOS mit ARM-Prozessoren bringen? Wo weniger Leistung als im professionellem Desktopbereich benötigt wird, wäre eine ganze Reihe an neuen Produkten denkbar. Warum nicht auf Basis von iPad und iPhone einen Mac mini bauen, der nicht größer als ein AppleTV ist? Neue MacBooks mit stromsparenden Prozessoren, deren Laufleistung die aktuellen Modelle klar übertreffen. Eine Art Spielkonsole, die iOS-Games sauber auf den Fernseher im Wohnzimmer portiert. Ein HomePod auf dem Schreibtisch, in dem der komplette Rechner gleich integriert ist. Ein extrem dünnes iMac-Display mit der restlichen Hardware im Standfuß?

Hauptsache es gibt mal wieder eine Alternative zu der doch recht trägen Update-Politik der aktuellen Macs und den ein oder anderen »Aha-Effekt« bei Mac und Design. Ich würde mich über einen neuen »Apple Cube«, den nächsten revolutionären iMac oder auch auf einen »Mac nano« freuen. Gerne auch auf ARM-Basis.



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