Standardwerkzeuge – Perian, Flip4Mac, VLC

Standardwerkzeuge – Perian, Flip4Mac, VLC

Viele Leser können wahrscheinlich gleich weiterblättern, denn »VLC«, »Perian« und »Flip4Mac« gehören bei den meisten Usern ohnehin zur Standardinstallation eines Macs. Ein- und Umsteiger auf Mac OS X werden allerdings früher oder später auf die ein oder andere Videodatei stoßen, die sich mit dem Mac nicht von Haus aus abspielen lässt. Und wie wir Apple kennen, ist man in Cupertino nicht unbedingt großzügig, was die Unterstützung von »fremden« Videocodecs angeht.

Standardwerkzeuge für den Mac:

QuickTime ist und bleibt natürlich trotzdem ein schöner Videoplayer. Besonders das optische Erscheinungsbild des Programms lässt kaum noch Wünsche offen. Trotzdem greifen Vielgucker am Mac gerne auf den Open-Source-Player »VLC« zurück. Das liegt sicher nicht zuletzt daran, dass dieser Open-Source-Videoplayer kostenlos zum Download zur Verfügung steht. Viel wichtiger ist aber die Unterstützung beinahe jedes Video-Containers und Codec-Formats, welches in der virtuellen Welt herumschwirrt. Und VLC erfüllt auf dem Mac noch einen weiteren Wunsch, nämlich den nach Blu-rays, bzw. HD-Videos am Mac. Wenn auch nur über Umwege.

VLC spielt zwar theoretisch keine Blu-rays direkt ab, geht man aber davon aus, dass die eigenen Discs irgendwie auf der Festplatte landen könnten, spielt VLC mittlerweile auf Doppelklick auch anstandslos die m2ts-Dateien einer Blu-ray ab. Außerdem zeigt sich VLC beim Abspielen von HD-Inhalten generell etwas robuster als QuickTime, welches gerne mal bei gewöhnlichem 1080p-MP4-Material schlapp macht und ungewollte Ruckelpausen einlegt.

Auch wenn man den QuickTime Player mit dem kostenlosen »Flip4Mac WMV« für Windows Media Videos fit machen kann, bleibt ein Großteil vieler gängiger Videoformate weiterhin vom Mac fern. Da kommt Perian ins Spiel. Die Open-Source QuickTime/NicePlayer/QTAmateur-Komponente, die sich selbst »The swiss-army knife for QuickTime« betitelt, erweitert das Portfolio an unterstützten Video-Container- und Codec-Formaten um ein Vielfaches. Somit kann man die unterstützten Formate nicht nur im bevorzugten Player, sondern auch mit »QuickLook« direkt im System ansehen.

Trotzdem muss man auf das weit verbreitete wmv-Format verzichten, wenn man Flip4Mac nicht zusätzlich installiert. Nennt man aber beide Komponenten sein Eigen, findet man kaum ein gängiges Video-Format, das der QuickTime/NicePlayer/QTAmateur-Player nicht spielen könnte. Sogar das auf Web-Videoportalen weit verbreitete FLV-Format kann man nun über diese Player und natürlich auch über QuickLook abspielen.

Wer auf einen zusätzlichen Video-Player verzichten und in der Apple-Welt trotzdem weitreichende Video-Unterstützung genießen möchte, kommt um Flip4Mac und Perian nicht herum. Gerade die native Integration ins System, sprich QuickLook, lässt kaum mehr Wünsche offen. Für (fast) alles andere kann dann VLC zum Einsatz kommen, vorausgesetzt natürlich man hat keine »Angst« vor Pylonen/Verkehrshütchen im Dock … 😉

Artikel von Michael Zipser und Marc Grove

  1. FranticJohny

    Guter Beitrag wie immer!

    Movist ist auch ein sehr guter Player und eine echte Alternative zu VLC.
    Und Movist benutzt so viel ich weiß die mehrkernige Auslastung zur Dekodierung von HD (wie Plex) was in einer wesentlich flüssigeren und prozessorschonenden Wiedergabe auf meinem 2GHz Macbook resultiert.

    Und VLC hat manchmal sowohl auf meiem i5 iMac wie auch auf dem MacBook störende Ruckler alle paar Minuten bei manchen divx Videos. Das tritt bei Movist nicht auf…

    http://movist.googlecode.com/files/Movist_v0.6.8.zip

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