Kommentar: PSN als Premium-Service

PSN als Premium-Service

Sie sind seit einiger Zeit wieder da, die Gerüchte um einen Premium-Service für das PlayStation Network. Holen wir ein paar Infos nach: Laut Gerüchteküche könnte Sony den neuen Dienst am 15. Juni auf der eigenen E3-Pressekonferenz ankündigen. Der Service wäre optional gedacht, weswegen das bisherige PSN so bleibt wie es ist, also kostenlos und mit allen bisher verfügbaren Funktionen. Mit dem Premium-Dienst möchte Sony zusätzliche, neue Funktionen kostenpflichtig an den Mann bringen, orakeln zumindest die Gerüchteküchen.

Gegen einen optionalen Mehrwert wäre doch eigentlich nichts einzuwenden und die »Heavy User« könnten durch Abomodelle bei den Spielen durchaus ein paar Euros sparen und sich auf ein Abo mit Sony einlassen. Laut Gerüchten könnte der Dienst in etwa 50 Euro im Jahr kosten und dem Abonnent beispielsweise ein PSN-Spiel im Monat kostenlos zum Download anbieten. Dabei hat der Käufer angeblich die Wahl zwischen zwei bis vier Titel, schreibt man zumindest bei vg247. Ein weiteres Goodie des Premiumdienstes soll ein Streaming-Angebot für Musik sein, das ähnlich wie »Spotify« funktionieren soll. Funktionen wie der Cross-Game-Voice-Chat sollen auch weiterhin im kostenfreien PlayStation Network integriert werden.

Alles im allem würde ich sagen, dass die bisherigen Gerüchte zwar noch kein »muss ich unbedingt haben« auslösen werden, aber statt generell über ein kostenpflichtiges (optionales!) Modell im PSN zu meckern, kann man sich zurücklehnen und abwarten, was sich Sony noch an Premium-Funktionen ausdenken wird. Im Idealfall zieht man aus dem Premium-Service nicht nur den rein rechnerischen Vorteil das das monatliche Inklusivspiel mit sich bringen wird, sondern auch noch einige Goodies, die es bisher noch nicht im PSN gibt.

Die billigste Masche seitens Sony wäre allerdings Inhalte als Premium zu markieren, die vorher jedem im PSN zugänglich waren. Also beispielsweise Spieledemos, Betas oder zeitexklusive Inhalte, die früher oder später ohnehin im PSN auftauchen sollten. Und wer zahlt schon gerne für Demos und Betas … sollte man zumindest meinen. Wenn Sony also wirklich neue Funktionen im PSN integriert, sollte es dem Premium-Service nicht allzu schwer fallen eine ordentliche Zahl an Abonnenten zu erreichen. Ein Streaming-Dienst wie Spotify wäre da mit Sicherheit kein schlechter Anfang. Hauptsache die Funktionen sind wirklich neu und nicht nur eine Umschichtung der bereits vorhandenen Inhalte hin zu einem Bezahlmodell.

Im Endeffekt bleibt der Premium-Dienst dann eine Frage der eigenen Nutzung und wird sich ohne weitreichende neue Funktionen vielleicht zum Start hauptsächlich an die »Heavy-User« richten. Im MacVillage würden wir uns mit den momentan kursierenden Gerüchten zum Abomodell noch recht schwer tun, denn unsere PSN-Accounts setzt monatlich nur selten mehr als 20 Euro um, weswegen sich ein Abomodell für die PSN-Games nur selten lohnen dürfte. Damit bleibt wiederum alles offen wenn es um die weiteren Funktionen geht, die Sony vielleicht zur E3 vorstellen wird.

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