Apple Xserve Raid

Fehler -50: Apple Raid ohne Verstand

Apple-Raid

Wer bei einem älteren Xserve Apple Raid plötzlich beim Ablegen von Dateien einen Fehler -50 bekommt, sollte nicht den Überwachungstools von Apple trauen. Tritt der besagte Fehler auf, lassen sich weder lokal vom Server noch über AFP/SMB Daten auf das Raid befördern, wohl aber gewohnt alle Daten lesen. Entweder wird das Ablegen mit einem Fehler -50 abgewiesen, oder die Verbindung behauptet, dass der Name der Datei zu lang wäre und deswegen nicht auf dem Raid landen darf.

Ein Blick in den Raid-Admin und auf den Xserve lässt dabei nichts übles erahnen. Der Server schnurrt gemütlich mit gelegentlichen AFP-(Lese-)Zugriffen vor sich her, alle Festplatten und das passende Array stehen im Raid-Admin auf Grün und auch die Ereignisse protokollieren keinerlei Fehler. Die FibreChannel-Verbindung fühlt sich ebenfalls wohl und auch die Controller melden keine Probleme an den Xserve. Kurzum: Laut Diagnosetools ist alles in bester Ordnung, das Raid voll einsatzfähig und jedes Lämpchen steht auf Grün.

Apple Raid ohne Verstand

Eine Ahnung vom eigentlichen Problem bekommt man leider erst, wenn man direkt vor dem Xserve Raid steht und sich die LEDs an der Vorderseite des Systems genauer ansieht. Da sich nach einem Neustart wieder für unbestimmte Zeit Daten auf dem Raid ablegen lassen, zeigen nur die LEDs am Gerät selbst eine Unregelmäßigkeit bei den Schreibzugriffen. Eine Festplatte im Array »zieht nach« und blinkt nicht im Takt der restlichen Platten mit. Stattdessen bekommt die Festplatte bei Zugriffen ein blaues Dauerleuchten der LED spendiert, obwohl die Schreibzugriffe schon längst abgehandelt sein müssten.

Offensichtlich hat das Apple Raid also Probleme mit einer Festplatte und kann dort keine Daten mehr ordentlich ablegen, ohne extrem langsam zu werden, oder die oben angesprochenen Fehlermeldungen auszuwerfen. Auch nach weiteren Prüfungen im Raid-Admin behauptet das System hartnäckig, dass alles in Ordnung sei. Damit ließ sich das Problem nur durch das Entfernen der angeblich einwandfrei laufenden Festplatte beheben und schon während des Rebuilds hatte sich das Problem erledigt. Bleibt natürlich die Frage offen, warum das Festplatten-Dienstprogramm und der Raid Admin keinerlei Beweise für die offensichtliche Fehlfunktion liefern wollten.

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