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Ode an das Terminal

Ode an das Terminal

Seit Mac OS X 10.5 erhalten die Screenshots von einzelnen Fenstern einen schicken Schlagschatten. Dass man diesen mithilfe eines kleinen Konsolenbefehls deaktivieren kann, ist ebenfalls nichts Neues. Nur was, wenn man diese Einstellung öfter verändern möchte? Jedes Mal den Befehl einzutippen ist da natürlich nicht notwendig!

Wenngleich es garantiert auch kleine Hilfsprogramme gibt, die diese Einstellung zu ändern vermögen, so gehe ich wieder einmal einen alternativen Weg. Die beschriebene Vorgehensweise bietet dabei zwei Vorteile. Zum einen ist es so möglich, auch beliebige andere Konsolenbefehle komfortabel startfähig zu machen. Damit meine ich, dass sich diese per Quicksilver, Spotlight oder Doppelklick auf ein Icon starten lassen. Zum anderen erspart man sich die Benutzung eines zusätzlichen Programms, das möglicherweise mehr verändert, als man eigentlich möchte.

Genug der schönen Worte – schreiten wir zur Tat. Zu Beginn erstellen wir eine Textdatei mit folgendem Inhalt und speichern diese mit der Dateierweiterung ».command« ab:

#!/bin/bash
defaults write com.apple.screencapture disable-shadow -bool true
killall SystemUIServer

Der eine oder andere Leser wird bereits erkennen, wie die Sache funktioniert. Im Prinzip verwenden wir ein gewöhnliches Bash-Script. Mithilfe der Dateierweiterung erkennt Mac OS X, dass es ein solches ist.

Zur Erklärung der Befehle ist zu erwähnen, dass die erste Zeile die Textdatei als Bash-Script auszeichnet. Die zweite Zeile setzt die Option in der entsprechenden Konfigurationsdatei. In der dritten und letzten Zeile wird ein Systemdienst abgewürgt und damit neu gestartet. Würde man darauf verzichten, wären die Änderungen erst nach dem Abmelden bzw. einem Systemneustart zu bemerken.

Abschließend müssen wir dem System noch einen Hinweis geben, dass die Datei direkt startfähig ist. Dazu öffnen wir ein Terminalfenster und tippen den Befehl »chmod +x« gefolgt von einem Leerzeichen und dem Dateinamen unseres eben erstellten Scripts ein und bestätigen mit Enter. Falls man zu faul sein sollte, den Pfad zur Datei einzugeben, kann man die Datei statt dessen auch einfach ins Terminal hinein ziehen.

Ode an das Terminal

Nun sollte sich das Skript direkt, das heißt per Doppelklick auf das Dateiicon, ausführen lassen. Ist der erste Test erfolgreich, empfiehlt es sich, die Datei zu kopieren und die Kopie zu bearbeiten. Wenn man die Schatten abschalten kann, möchte man sie schließlich auch wieder einschalten können. Deswegen ändern wir in der Kopie das »true« am Ende der zweiten Zeile auf »false«. Schon lassen sich die Schatten nach Belieben ein- und ausschalten.

Neben der beschriebenen Verwendung eignet sich dieser kleine Trick übrigens auch für sämtliche anderen Terminalgeschichten. Beispielsweise verwende ich regelmäßig ein ähnliches Skript, um eine SSH-Verbindung mit Tunnel aufzubauen. Und ja, obwohl ich der Mac-typische Mausschubser bin, bevorzuge ich fallweise trotzdem die Kommandozeile.

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