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Langsame Finderzugriffe über SMB

Langsame Finderzugriffe über SMB

Seit 10.5.x und 10.6.x verfolgen mich einige Probleme beim Zugriff auf SMB-Freigaben, die sich grundsätzlich in zwei Formen zeigen: Zum einen benötigt das Auftauchen der Anmeldemaske beim Zugriff auf die SMB-Freigabe, in meinem Fall ein Windows Server 2008 in einer VMWare-Umgebung, manchmal bis zu 30 Sekunden. Zum anderen stellt der Finder den Inhalt mancher Ordner auf dem Server nur nach kräftiger Denkzeit dar, was ebenfalls 20-30 Sekunden dauern kann. Beide Probleme tauchen hin und wieder mal in den üblichen Foren und Webseiten auf (z.B. hier, hier und hier), sind dort aber nicht so stark vertreten, dass man sofort einen generellen Bug im Mac OS X vermuten würde. Also läuft es wohl auf die berühmte »ungünstige Kombination« hinaus, für die ein Lösungsansatz entsprechend schwer zu finden ist. Lösungsvorschläge reichen deswegen von »Schuld ist bestimmt der Windows-Server« bishin zu »Das muss ein Bug im Snow Leopard sein« oder »DNS/Domänencontroller/Proxy/Sonstwas taugt nix«.

Das Problem mit der nur träge auftauchenden Anmeldemaske hat sich schon vor einiger Zeit dank eines vorhandenen Mac-Servers (10.5.8) erledigt. Denn sobald alle Schneeleoparden im Stall unter System > Library > Core Services > Verzeichnisdienste den eben genannten OS X-Server im LDAPv3 zugewiesen bekommen, taucht die Anmeldemaske bei SMB-Shares wieder direkt nach dem Klick auf »Verbinden« auf. Entsprechend hat auch der Mac OS X Server keine Hemmungen ohne Verzögerung mit dem Windows-Server über SMB Kontakt aufzunehmen. Ohne Verzeichnisdiensteintrag ist es hingegen auf den Clients völlig egal, ob man sich mittels Namen oder IP-Adresse am Server anmelden möchte. Beides führt zu der genannten Verzögerung, die nebenbei erwähnt nicht bei 10.4.11-Clients auftritt.

Langsame Finderzugriffe über SMB

Mehr Kopfschmerzen machen hingegen die Probleme mit den teils langsamen Finderzugriffen auf die freigegebenen Ordner des Windows 2008 Servers, an denen auch ein Update auf Mac OS X 10.6.2 nichts ändern konnte. Von Zeit zu Zeit klickt man also auf einen Ordner, der seinen Inhalt erst nach langer Wartezeit (>10 Sekunden) preis gibt. Klickt man ein weiteres mal auf den Ordner, erscheinen die Inhalte hingegen blitzschnell. Betroffen sind also nicht »feste« Ordner (oder bestimmte oder besonders viele Inhalte darin), sondern das ganze passiert anscheinend rein zufällig und scheint auf den ersten Blick ein Problem des Finders zu sein, da ein entsprechendes ls im Terminal den Ordnerinhalt sofort anzeigt, während der Finder noch am Rätseln ist, was sich darin befinden könnte.

Ein Rätsel bleibt auch, wie man den Finder/SMB-Fehler(?) umgeht. Zumindest bei mir haben bisher alle Tipps und Tricks versagt und das passende »Häkchen« wurde weder auf Windows- noch auf Apple-Seite gefunden. Zudem sind die allgemeinen Transferraten auf den SMB-Shares einwandfrei. Hier und da konnte man zwar lesen, dass 10.6.2 das Finder-Problem weniger häufig auftreten lässt, aber das Rätselraten zwischen Leopard und SMB will irgendwie kein Ende nehmen.

  1. Davon kann ich auch ein Lied singen. Ich habe so ne Art „Work around“ für das Problem gebastelt. Ich habe ein Apple Skript, dass eine Verbindung zu den SMB Shares aufbaut zu den Startup Items hinzugefügt. So wird diese dann direkt nach dem Hochfahren aufgebaut (dauert dann etwa 15 sek.).
    Dann habe den jew. Nutzer in deren Finder einen Favoriten Ordner in dem Shortcuts zu den SMB-Shares hinterlegt. Darüber greifen die dann auf die Shares zu. Das funktioniert blitz schnell und ohne langen Gedenkpausen. Ich würde mir dennoch langsam eine Lösung seitens von Apple wünschen…

  2. »Schön« das es noch jemanden mit dem Problem gibt 😉 Apple-Script und die Server direkt in den Startobjekten hab ich ebenfalls schon versucht. Ist auf jeden Fall weniger fehleranfällig so. Trotzdem erwischt der ein oder andere direkt nach dem hochfahren mal ein Alias (oder ähnliches) auf einen noch nicht gemounteten Server. Dann passiert nix, das Alias wird wieder und wieder angeklickt und am Ende hängt sich der Finder gerne mal auf. Mal sehen, ob 10.6.3 etwas ändert …

  3. Jep, wenn man die User dementsprechend erzieht, dass die erstmal warten sollen bis alle SMB shares gemoutet sind, dann funktioniert es ganz gut ;-). Ich bin da sehr skeptisch und glaube nicht, dass es sich mit 10.6.3 ändert…schön wär’s aber. 😉

  4. Hi Martin,

    das klingt ja interesant.

    Kannst du mit das Script einmal mailen oder zum Download zur verfügung stellen.

    Danke..

    Gruss Peter

  5. Hi Leute!

    Ich habe genau die gleichen Problem, wie ganz oben beschrieben. Hat sich in dieser Sache schon was getan bis auf AppleScript wo das mounten schneller geht.

    Danke
    Gruss Andy

  6. Hi Leute.

    Ich habe da etwas gefunden is zwar für Win 2003 Server aber ich habe es auch unter Windows 2008 Server gefunden in der regedit. Einfach mal durch lesen. http://www.ureader.de/msg/128123981.aspx

    Gruss
    Andy

  7. Hier für das Actionscript ein Eintrag.
    http://www.macosxhints.com/article.php?story=20020610225855377

    Gruss
    Andy

  8. »Hat sich in dieser Sache schon was getan bis auf AppleScript wo das mounten schneller geht?«

    Bisher haben wir noch keine Lösung für das Problem gefunden.

  9. Meines Wissen nach hat sich bisher nix getan. Der beste Workaround wird wohl sein NFS auf dem Server zu konfigurieren.

    Hier das Skript für Peter :

    on run
    set localServer to „192.168.0.100“
    set firewallPort to „: xxx“
    set userName to „Benutzername“
    set userPasswd to „“
    set connectType to „smb://“
    try
    set ping_result to (do shell script „ping -c 1 “ & localServer & „; echo -n“)
    end try
    if ping_result does not contain „100.0% packet loss“ then
    tell application „Finder“
    activate
    try
    — Netzlaufwerk 1 auf dem Server verbinden
    mount volume connectType & userName & „@“ & localServer & „/daten“
    on error
    –Es ist ein Fehler aufgetreten

    end try
    end tell
    else if ping_result contains „100.0% packet loss“ then
    display dialog „Server nicht erreichbar! Soll die Verbindung trotzdem erzwungen werden?“ buttons {„JA“, „NEIN“} default button 2 with icon stop
    if button returned of result = „JA“ then
    tell application „Finder“
    activate

    — Netzlaufwerk 1 auf dem Server verbinden
    mount volume connectType & userName & „@“ & localServer & „/daten“
    end tell
    end if
    end if
    end run

  10. Ich habe exakt das gleiche Problem und frage mich, warum immer noch nichts passiert ist: Win 2008R2-Server und 10.6.6 auf Mac-Seite. Besonders wenn es eilt, sind die Wartezeiten im Finder schier unerträglich (mit 10.5 lief es diesbezüglich gut). Eigentlich sollte 10.6 doch einige Fehler bereinigen und der allgemeinen Systemstabilität dienen. Außerdem wurde damit endlich im Öffnen-Dialog von Programmen die Dateigrößen angezeigt.

    Momentan verwende ich wieder 10.5.8 obwohl ich einige andere Sachen vermisse. Warum solche Rückschritte nicht korrigiert werden bleibt für mich nicht nachvollziehbar. Hat hier irgend jemand zwischenzeitlich eine Lösung gefunden?

  11. Jean-Pierre

    Habt ihr schon mal versucht die Freigabe über cifs zu mounten? Bringt deutlich mehr Geschwindigkeit. Bitte mal rm ob es bei euch dann auch besser läuft.

  12. habe schon viel (SEHR VIELES) versucht, darunter auch über cifs zu mounten, aber leider hilft gar nichts…

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