Mac mini – Heimlicher Server

Mac mini – Heimlicher Server

Die neuen iMacs können gefallen, die Magic Mouse ist der Artikel den sich jeder sofort bestellen kann und auch das neue MacBook wird über das Redesign und den Preis Käufer gewinnen. Ein weiterer Gewinner könnte aber der Mac mini werden. Nicht etwa weil er etwas schneller und günstiger geworden ist, sondern weil Apple ihn optional mit zwei 500 GB-Festplatten ausstattet und ein vollwertiges Mac OS X Server mit ins Körbchen legt, dass normalerweise separat schon 499 Euro kostet. Die richtigen Administratoren werden jetzt natürlich mit ihren Datencentern und FibreChannel-Raids klappern und sich fragen, wer solch einen schwachen und unsicheren Server im Geschäft haben will.

Eine ganze Menge könnte die Antwort sein. Zumindest wenn das Geschäft ein bisschen kleiner ist und weniger Mittel zur Verfügung stehen. Mit 949 Euro ist der Miniserver nämlich relativ günstig und kann auch die meisten Aufgaben für die Mac-User im Netz übernehmen, seien es Freigaben, Mail-, Adressbuch- oder Kalenderserver, für die auch ein 2,53 GHz Intel Core 2 Duo und 4 GB Arbeitsspeicher locker ausreichen dürften. Dazu kommt ein »unprofessionelles« Software-Raid mit den beiden langsam drehenden (5400 U/Min) 500 GB-Platten. Mit zu einem Achtungserfolg des Miniservers könnte auch das vorinstallierte System beitragen, was vor allem im SOHO-Bereich ein Pluspunkt sein wird. Einfach gewinnt eben auch hier und es muss nicht immer ein dicker Server sein.

Apple macht den Einstieg in die eigene Serversoftware also einfach und preiswert und das »neue« Konzept könnte aufgehen. Als Bastellösung sind ohnehin schon viele Minis als Server mit mehreren Festplatten in diversen Firmen im Einsatz. Der niedrige Stromverbrauch, das kleine Gehäuse und der flüsterleise Betrieb des Mini sind weitere Argumente für einen (oder mehrere) Server, die man nicht mehr in einem eigenen Schrank »verstecken« muss und die man »mal eben« aufgesetzt und konfiguriert hat. Kleinere Unternehmen können den neuen Mini also als heimlichen Gewinner der neuen Produktreihen bei Apple werten. So günstig und vor allem einfach, gab es bisher keinen Mac-Server.

  1. Könnte mir auch gefallen 🙂
    Viele Grüße, Daniel.

  2. Mir nicht ;-). Das Ding was einem SBS 2008 Konkurrenz machen soll, kann dem längst nicht das Wasser reichen. Zumal wichtige Server Dienste wie Open Directory nicht richtig out of the box funktionieren. Ist nur was für Mac only Umgebungen. Mehr nicht.

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