Bookmarks … überall!

Bookmarks

Für viele Leute ist es mittlerweile absolut normal, mehr als einen Rechner zu besitzen. Natürlich steht im Büro auch noch eine Kiste und vielleicht hat man am PC der Freundin auch einen eigenen Benutzeraccount. Überall surft man im Internet herum, findet interessante Seiten und speichert diese zu seinen Lesezeichen. Natürlich sind die wichtigen Bookmarks auf irgendeinem anderen Rechner, wenn man sie gerade dringend braucht. Wie ich mit diesem Problem umgehe und welche beiden Tools mir dabei eine große Hilfe sind, werde ich im Folgenden erörtern. Für meinen mittlerweile 25. Beitrag hier habe ich natürlich auch nicht beim Umfang gespart.

Grundsätzlich gibt es, wenn man Daten auf mehreren Computer haben möchte, mehrere Strategien. Am einfachsten ist es, wenn man die Daten immer am selben Rechner pflegt und von Zeit zu Zeit von dort wieder auf die anderen verteilt – dies funktioniert auch ohne besondere Hilfsmittel. Wenn man seine Lesezeichen nicht oft umorganisiert oder neue hinzufügt, ist dies ein durchaus gangbarer Weg. Zwar auch nicht perfekt, aber wesentlich bequemer in der Handhabung ist es, die Daten über eine zentrale Stelle miteinander zu synchronisieren. Für meine Rechner bzw. Browser verwende ich dabei eine Mischform aus beiden Lösungen.

Das hauptsächlich verwendete Programm hier ist »Xmarks«, welches den Nachfolger von Foxmarks (seinerzeit ein Firefox-Plugin) darstellt, und Lesezeichen über einen Internetserver synchron hält. Im Unterschied zum Vorgänger wurde es allerdings um einige Browser erweitert. Neben den diversen Firefox-Varianten werden jetzt auch Internet Explorer und Safari (dieser allerdings nur unter Mac OS X) unterstützt. Während die Umsetzung für Safari ein kleines Extraprogramm ist, integriert sich die Firefox-Variante nahtlos als Plugin in den Browser. Allerdings ist die Variante mit dem Zusatzprogramm in meinen Augen ganz gut gelöst – man kann diesen Umstand also verschmerzen. Hätte Safari ein Plugin-System, würde die Sache vermutlich anders aussehen. Aber das, ist eine andere Geschichte …

Optionsmenü Firefox

Bei Firefox wird Xmarks, wie jedes andere Plugin auch, direkt im Browser installiert. Sollte man Xmarks für Safari benötigen, so hat man ein DMG mit einem Installationsprogramm herunter zu laden. Die Installation ist schnell abgeschlossen und nach einem Neustart des Browsers wird man auch schon gefragt, ob man bereits einen Useraccount bei Xmarks hat. Auch das Anlegen eines neuen Accounts ist von hier aus möglich. Ist dies abgeschlossen, findet der erste Datenabgleich statt. Natürlich darf man sich aussuchen, was im Falle von inkonsistenten Bookmarks (sofern man mehrere Browser bzw. Rechner hat, wird dies auch der Fall sein) passieren soll. Ich empfehle, die Daten zusammenzuführen und irgendwann ordentlich zu sortieren und Duplikate zu entfernen.

Optionsmenü Safari

Der Optionsdialog – welcher sich für das Safari-Xmarks-Tool übrigens in den Systemeinstellungen befindet – enthält es einige interessante Optionen. Unter anderem lässt sich einstellen, was alles verschlüsselt übertragen werden soll. Dass eine Unterstützung für Growl-Benachrichtigungen mit dabei ist, versteht sich von selbst. Kleine Unterschiede der Browser – beispielsweise, dass der Ordner für die Lesezeichen-Symbolleiste überall ein wenig anders heißt – bereiten Xmarks übrigens keinerlei Probleme.

Neben der Funktion der synchronisierten Lesezeichen werden noch ein paar nette Funktionen geboten. Zum einen hat man durch den Abgleich via Server automatisch ein dezentrales Backup seiner Sammlung. Dabei kann man übrigens auch auf einige alte Versionen der Lesezeichen zugreifen – für den Fall, dass man versehentlich etwas gelöscht oder kaputt synchronisiert hat. Das Firefox-Plugin verfügt obendrein über eine Funktion, die gespeicherte Passwörter über den Foxmarks-Server synchron zu halten. Mir persönlich erscheint diese Variante allerdings ein wenig zu riskant – schließlich lagern die Passwörter dann auf irgendeinem Server. Für den Zugriff unterwegs existiert ein nettes Webinterface, von dem man seine Bookmarks aufrufen und verwalten kann.

Web Interface

Leider unterstützt Xmarks nur eine recht eingeschränkte Auswahl an Browsern. Gerade die fehlende Unterstützung von Safari (unter Windows) und Opera ist in meinen Augen ein ziemliches Manko. Nachdem ich aber auch in meinen sonstigen Browsern gerne meine gewohnten Bookmarks habe, muss hier der »Safari Bookmark Exporter« herhalten. Das ist die – vorher schon angeschnittene – zweite Lösung, Daten abzugleichen. In meinem Fall starte ich das Programm alle paar Wochen einmal und übertrage die Lesezeichen vom Safari in meine anderen installieren Browser. Natürlich gibt es auch hier einen kleinen Wermutstropfen: Das Programm wurde schon länger nicht mehr aktualisiert und liegt nur als PPC-Version vor und läuft nur bis einschließlich Mac OS X 10.5.

Safari Bookmark Exporter

Die Kombination aus beiden Programmen ist für mich eine sehr brauchbare Lösung, meine Lesezeichen immer und überall (halbwegs) aktuell zu haben. Die fehlende Browserunterstützung bei Opera ist etwas, das meiner Meinung nach noch integriert werden sollte. Xmarks bietet übrigens noch ein paar Funktionen, die in Richtung »Social Networking« gehen mehr – für Informationen diesbezüglich verweise ich auf die Webseite des Programms. Beide Programme sind kostenlos erhältlich.

Xmarks
http://www.xmarks.com/

Safari Bookmark Exporter
http://homepage.mac.com/simx/sbe.html

  1. […] greifen und das zu automatisieren. Lesern, denen Xmarks noch kein Begriff ist, empfehle ich meinen Artikel, der sich im Detail mit diesem Addon und anderen Möglichkeiten für den Abgleich […]

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