Dropbox – quadratisch, praktisch, gut!

Dropbox Installer

Jeder, der mehrere Rechner oder mehrere Betriebssysteme verwendet, kennt das Dilemma. Man verfasst eine Datei und speichert sie irgendwo ab. Wochen später möchte man genau auf diese Datei zugreifen und weiß nicht mehr, auf welchem Rechner man sie abgelegt hat. Oder man ist gerade mit dem Notebook unterwegs und eine wichtige Datei schlummert am Standrechner daheim. Doch das muss nicht sein! Dropbox ist ein äußerst praktisches Programm, das einen Ordner übers Internet auf beliebig vielen Rechnern synchron hält. Wie das funktioniert und welche Funktionen noch darin schlummern, will ich im Folgenden kurz vorstellen.

Zu Beginn organisiert man sich einen Dropbox-Account. Dieser ist in der Basisversion kostenlos und bietet 2 GB Speicherplatz auf einer Online-Festplatte. Gegen den monatlichen Einwurf einiger Münzen (9,99 US-Dollar im Monat oder 99 US-Dollar im Jahresabo) lässt sich dieser auf 50 GB erweitern. Wem auch das nicht ausreicht, der kann für 19,99 US-Dollar im Monat (Jahresabo 199 US-Dollar) auf 100 GB Speicherplatz aufrüsten. Auch für das Anwerben neuer Mitglieder bekommt man einige MB für seinen Account dazu. Insgesamt kann man so auf maximal 5 GB kostenlosen Speicherplatz kommen. Für den Zugriff auf den persönlichen Datensilo im Internet gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten.

Die einfachste Variante ist, sich den Dropbox-Client auf den Rechner zu installieren. Dabei gibt man einen Ordner auf der Festplatte an, in dem die Dateien mit dem Webspeicher abgeglichen werden. Der Mac OS Client residiert als kleines Icon in der Menüleiste und integriert sich gut in den Finder. Kleine Icons, die über die eigentlichen Dateiicons gelegt werden, zeigen den aktuellen Synchronisationsstatus. Über das Datei-Kontextmenü hat man schnellen Zugriff auf ein paar Spezialbefehle.

Dropbox

Unter Windows sieht die Sache ähnlich aus. Dateien innerhalb des Dropbox-Ordners bekommen auch die kleinen Symbole darüber gelegt, damit man den Überblick nicht verliert. Das Kontextmenü ist ebenfalls erweitert, ansonsten fällt der Client nur durch ein kleines Icon im System Tray auf. Wie auch am Mac, absolut vorbildlich in das System integriert!

Dropbox

Sogar für Linux existiert ein Client. Unter Ubuntu integriert sich dieser ebenfalls nahtlos und schön in den Nautilus-Dateimanager. Wie es allerdings bei anderen Programmen, Distributionen und Desktopumgebungen aussieht, kann ich nicht beurteilen. Für den Zugriff unterwegs existiert eine gut umgesetzte Weboberfläche, die keine Wünsche offen lässt.

Dropbox Webinterface

Das Ganze hört sich schon ausgezeichnet an, aber Dropbox kann noch mehr! Ordner innerhalb von »Photos« werden automatisch zu Alben, für die man per Kontextmenü einen Weblink in die Zwischenablage kopieren kann – Herzeigen von Urlaubsfotos ist so ein Kinderspiel. Analog dazu lassen sich von Dateien in »Public« Links kopieren, über die andere Leute diese Datei herunter laden können. Rapidshare und Konsorten haben damit in vielen Fällen ausgedient.

Wenn man mit anderen Leuten zusammenarbeiten muss oder möchte, bietet sich die Möglichkeit an, einen freigegebenen Ordner zu erstellen. Für diesen kann man dann andere Dropbox-Benutzer einladen. Auf den Screenshots ist »Qeynos« so ein Gruppenordner. Ein sehr nettes Feature ist, dass man jederzeit sehen kann, welche Dateien und Ordner kürzlich gelöscht wurden. Selbstverständlich lassen sich diese bei Bedarf auch wieder herstellen.

Bei der Übertragung von Dateien wird alles technisch Mögliche getan, um die Transfermengen zu minimieren. Wenn sich eine Datei ändert, so werden nur die Änderungen inkrementell übertragen. Wenn genau die Datei, die man eigentlich gerade hochladen würde, bereits irgendwo auf dem Server liegt (beispielsweise ein Treiber), dann wird die Datei nicht erneut hochgeladen. Sobald eine Datei fertig hochgeladen ist, wird sie auf den anderen Rechnern herunter geladen. Über solche Vorgänge wird man – sofern gewünscht – dezent per Balloon Tip bzw. Growl informiert.

Dropbox Update

Nachdem ich jetzt so viel geschwärmt habe, muss ich natürlich auch die Schattenseite ein wenig beleuchten. Obwohl die Übertragung der Daten selbst verschlüsselt abläuft, werden die Daten nicht verschlüsselt am Server gespeichert. Einerseits erfordern das die Bandbreite schonenden Maßnahmen, andererseits kann man davon ausgehen, dass Dropbox ein paar Statistiken über die hinterlegten Daten generiert. Also für sehr persönliche Sachen, Geheimdokumente, Firmenunterlagen und dergleichen sollte man den Dienst nicht verwenden.

Auch wenn der Betrieb von Dropbox im großen und ganzen sehr gut funktioniert, gibt es doch gelegentlich kleinere Probleme. Fallweise kommt es bei mir vor, dass Dropbox keine verschlüsselte Verbindung zum Server aufbauen kann. Die Funktionalität ist zwar davon nicht beeinträchtigt, dafür haben aber potentielle Bösewichte die Möglichkeit, übertragene Daten mitlesen. Fallweise schlägt die Synchronisation einer bestimmten Datei oder Dateien eines Typs fehl. Dieses Problem hatte ich zwar noch nicht selbst, aber ich durfte es bei einem Kollegen bewundern. Den Herstellern ist der Bug bekannt und vermutlich wird er auch in einer der nächsten Versionen behoben.

Für mich persönlich ist Dropbox seit nun fast zwei Monaten ein täglicher Begleiter. Hauptsächlich werden Dateien mit Freunden bzw. Kollegen getauscht und Bilder hergezeigt. Fallweise bin ich auch einfach zu bequem, eine Netzwerkverbindung zu meinem anderen Rechner aufzubauen und tausche kleinere Dateien über Dropbox aus – obwohl die Rechner nur einen halben Meter auseinander stehen.

Wenn sich jetzt jemand für Dropbox interessiert und einen Account erstellen möchte, der möge doch bitte so lieb sein und meinen Referral-Link verwenden. Das bringt uns beiden ein paar Megabyte zusätzlichen Speicherplatz.

Dropbox Webseite:
http://www.getdropbox.com/

Referral-Links MacVillage (+250MB Speicherplatz):
https://www.dropbox.com/referrals/NTEzMzE4NDg5

Referral-Links von Lesern (+250MB Speicherplatz):
https://www.dropbox.com/referrals/NTI2Mzg3MzI5

Intro-Video:
http://www.getdropbox.com/screencast

  1. Supi! genau das was ich gesucht habe! +250MB Bonusspeicher, Danke! 😉

  2. Naja die Daten werden bevor sie auf dem Server gespeichert werden schon verschlüsselt, nur liegt der Key beim Anbieter. Also gegen Zugriff von Dritten sind die Daten dann doch gut geschützt. (AES 256)

  3. Pingback: MacVillage.de » QuickShareIt

  4. Falls noch jemand Dropbox nutzen möchte und einen Referral sucht:

    https://www.dropbox.com/referrals/NTI4ODgyMjA5

    Vielen Dank!=)
    Dana

  5. Hallo zusammen,

    wünsche zuerst eimal einen schönen 3. Advent. Braucht noch jemand einen Dropbox Account und möchte sich/mich mit 250mb unterstützen, einfach folgenden Link anklicken und registrieren

    https://www.dropbox.com/referrals/NTM0ODYyMzg5

    Super Blog.

    Danke

  6. ich habe versucht dropbox zu installieren, bekomme aber immer nur die Meldung „keine Verbindung zum Server“. Aber ich bin im Internet.
    Was kann ich tun?

  7. Fallweise (nicht oft aber doch) kommt es vor, dass Dropbox keine Verbindung zum Server herstellen kann. Wenn sonst alle deine Internetdienste funktionieren, probier es einfach an einem anderen Tag bzw. ein paar Stunden später noch einmal.

    Im allgemeinen ist Dropbox allerdings sehr gutmütig und kann sich in fast allen Netzwerkumgebungen mit dem Server verbinden. 🙂

  8. Ich war mal so frei und habe meine Referral-Link durch eure drei ersetzt. Da ich bereits den maximalen kostenfreien Speicherplatz habe … vielleicht bringt es euch ja noch was. 🙂

  9. Ich nutze die Dropbox auf meinem USB-Stick, in Verbindung mit portabler Software wie dem Firefox, dem Instant Messenger Miranda und FileZilla 🙂

    Wer noch 250 MB zusätzlich braucht und mir gleichzeitig eine Freude machen will – ich würde mich freuen!

    https://www.dropbox.com/referrals/NTU1NzU1Nzc5

  10. Pingback: MacVillage.de » Die ToDo-Lösung des kleinen Mannes

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