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Schattendasein: Snow Leopard Server

Snow Leopard Server

Im Gegensatz zur Client-Version des Snow Leopard hängt Apple die Serverversion der neuen Raubkatze nicht unbedingt an die große Glocke. Trotzdem gibt es auf der frisch überarbeiteten Übersichtsseite neue Informationen zu Mac OS X Server 10.6., die einen Blick lohnen. Natürlich gilt auch für die Serverversion, dass PPCs in Zukunft draußen bleiben müssen. Dazu gibt Apple als Mindestkonfiguration 2 GB Arbeitsspeicher und 10 GB verfügbare Festplattenkapazität an. Auf welcher Intel-Maschine der Server läuft, scheint Apple wiederum egal zu sein. Nicht bekannt ist bisher, ob Apple auch der Serverversion ein Updateprogramm spendiert, wovon aber auszugehen ist.

Neben jeder Menge neuer Programmicons bringt Apple natürlich auch neue Funktionen wie den »iCal Server 2«, den »Podcast Producer 2« oder den komplett neuen »Mobile Access Server«, der zur Kommunikation zwischen iPhone und Server auf Transport Layer Security (TLS) setzt. Mit dem neuen Dienst lassen sich, ohne VPN-Nutzung, E-Mail, Kalender und Kontakte vom Firmenserver auf das iPhone holen. Die Funktion baut auf dem in Mac OS X Server vorhandenen Directory-Service auf.

Um den Mobilzugriffen gerecht zu werden setzt beispielsweise der »iCal Server 2« auf einen neuen webbasierten Kalender-Client, der mit Safari 3/4, Firefox 3 und dem Internet Explorer 7/8 lauffähig ist. Der Server lernt außerdem Push-Notifications für das iPhone. Und auch der Rest der Server richtet sich mehr und mehr auf den Mobilzugriff aus. Die »Mail Services« lernen ebenfalls Push-Benachrichtigungen, der Mail-Server soll laut Apple bis zu 1,7x schneller laufen als unter 10.5 und der Maildienst lernt endlich die Abwesenheitsnotiz kennen.

Weitere Änderungen »unter der Haube« sollen dem Snow Leopard Server unter anderem eine 1,3x schnellere Performance bei AFP-Zugriffen liefern. SMB läuft bis zu 2,3x schneller und auch die NFS-Performance konnte man um das 2fache steigern. In der Client-Verwaltung kommt in erster Linie ein schnelles »iPhone-Deployment« über den Server dazu. Durch Quick Time X unterstützt 10.6. jetzt auch HTTP-Live-Streaming. Natürlich auch mit Optimierung für Mobiltelefone.

Alles in allem also die von der Client-Version erwartete Evolution und Ausrichtung auf Mobilzugriff und Mehrkernunterstützung der Prozessoren. Ein bisschen bitterer Nebengeschmack bleibt natürlich mit dem Wegfall der PPC-Unterstützung zurück. Denn auch ein alter G5 könnte noch gute Serverdienste verrichten. Aber das Apple den (Schluß-)Strich irgendwann zieht, war ja bereits angekündigt.

  1. Pingback: Mac OS X 10.6 ab September « hep-cat.de

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