Stardom Pro Drive – Mac Pro

Stardom Pro Drive im Kurztest

Stardom Pro Drive

Am 24. März hatten wir das »Stardom Pro Drive« für den Mac Pro vorgestellt, mittlerweile hat sich ein Exemplar mit zwei »Seagate Momentus 7200.3« mit je 320GB im MacVillage eingefunden. Das Festplattengehäuse ist stabil gebaut und die beiden Festplatten sind dank des intelligenten Aufbaus des Systems sehr einfach einzubauen. Etwas schwergängig ist allerdings das Einstecken des Pro Drive in den Mac Pro. Die originalen Festplatten-Trays sind weitaus leichtgängiger in den Rechner zu befördern. Aber mit etwas liebgemeinten Druck ist auch das Pro Drive schnell im Mac Pro versenkt. Die Verarbeitung des Gehäuses passt also schonmal.

Für etwas Verwirrung sorgt hingegen die Anleitung und die dazugehörige Übersetzung ins Englische und Deutsche. Das Grundproblem ist allerdings die Statusanzeige des Pro Drive. An der Vorderseite des Gehäuses sind zwei LEDs angebracht, die den Status der Festplatten und somit auch den Status des Raid, anzeigen. Eine andere Möglichkeit zur Überwachung des Systems gibt es leider nicht. Im Festplatten-Dienstprogramm taucht das Pro Drive natürlich nur als einzelne Platte auf. Und hier kommt die Anleitung ins Spiel, der man anscheinend beim Raid1-Modus nicht vollständig trauen kann. Laut der deutschen Übersetzung bedeutet eine abwechselnd blau und rot blinkende LED gleichermaßen »Keine Festplatte vorhanden oder Festplattenfehler« und »Datenwiederaufbau im Raid1 Modus (Ziellaufwerk)« läuft.

Stardom Pro Drive

Schaut man hingegen in die englische Übersetzung, sollte beim »Datenwiederaufbau im Raid1 Modus« die LED wiederum abwechselnd lila und rot blinken. Tja, was stimmt denn nun und was macht mein Raid? Ein kurzer Test gibt die Gewissheit, dass man der englischen Anleitung trauen sollte und bei der deutschen Übersetzung geschlampt wurde. Einen wirklichen (oder simulierten) Festplattenausfall im Raid1-Modus bemerkt man allerdings sofort über einen ekelhaft lauten Warnton des Gehäuses. Das Piepsen ist nicht zu überhören und motiviert, sich schnellstmöglich um das System zu kümmern.

Die Performance des Pro Drive macht naturgemäß vor allem im Raid0-Modus eine gute Figur. Im MacVillage wird das Pro Drive auch als Arbeitsplatte im Raid0-Modus eingesetzt. Bridge, Photoshop und andere Programme nutzen die schnelle Platte als Cache und Arbeitsvolume. Dazu kommen einige kleinere Videoschnittaufgaben, die ebenfalls auf dem Pro Drive abgelegt sind. Das Fernziel ist aber sicherlich die Systempartition auf zwei SSDs im Raid1-Betrieb zu legen, was aber noch etwas Zukunftsmusik ist und vielleicht mit dem Release von »Snow Leopard« wieder ein Thema wird. Immerhin hat man mit dem Pro Drive schon mal den passenden Adapter im Mac Pro stecken. Wer sich bei der Speicherlösung Gedanken um die Hitzeentwicklung im Inneren des Gehäuses macht, kann beruhigt zuschlagen. Die beiden Seagate-Platten im Aluminiumgehäuse werden auch unter Dauerstress nicht wärmer als eine herkömmliche 3,5-Zoll-Festplatte.

Unser Benchmark bezieht sich nur auf den Raid0-Betrieb. Für einen Übertragungstest verwendeten wir »QuickBench« von »Intech Software«, was zwar nicht immer der wirklichen Übertragungsrate entsprechen muss, aber einen guten Vergleich zwischen diversen Festplatten liefert:

Pro Drive, Raid0, 2 x Seagate Momentus 7200.3, leere Festplatten:
Pro Drive Benchmark

Pro Drive, Raid0, 2 x Seagate Momentus 7200.3, 70 GB Daten:
Stardom Pro Drive

Fazit:

Pro:
• Gehäuse sauber verarbeitet
• einfacher Platteneinbau, einfach zu bedienen
• macht den Mac Pro fit für SSDs
• sehr gute Performance mit Standardplatten im Raid0-Modus
• Warnton bei Plattenausfall

Contra:
• relativ hoher Preis
• Prüfung des Raidstatus nur über LEDs am Gehäuse möglich
• Übersetzungsfehler in der deutschen Anleitung

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