Wiederbelebung

Wie jedes Mal zum Beta-Release, so steht auch zur Jaunty-Beta das Upgrade meines Macbook Pro an. Da ich unbedingt mal das neue Dateisystem ext4 und die verschlüsselten Home-Verzeichnisse ausprobieren will, steht diesmal sogar eine Neuinstallation ins Haus. In diesem Zug wird dann auch gleich das Windows aus dem Tripleboot verbannt, das ich nie benutze. Zudem ist es das erste Mal, dass ich die Alternate-CD zur Installation verwende. Bei der Anzahl an Veränderungen und Premieren kann es ja nur schiefgehen…

Die Installation ist noch weitgehend problemlos, sieht man mal von den Fragen ab, die zwischendurch gestellt werden. Ein Abarbeiten der benötigten Informationen vor der Installation, wie es bei der Live-CD gemacht wird, finde ich persönlich etwas entspannter. Der erste Start verläuft dann auch erfolgreich, ich befinde mich in einem funktionierendem System mit einem Touchpad, das an Gemütlichkeit kaum zu übertreffen ist.

Das Einspielen der Updates und des Homeverzeichnisses ist dann auch Routinesache, die HAL-Konfiguration macht dem Touchpad Beine und alles scheint nach Plan zu verlaufen. Die Tastaturbeleuchtung funktioniert nach dem Entfernen von mouseemu und dem Installieren von pommed sogar direkt wie gewünscht und der Nvidia-Treiber hat sich auch etwas stabilisiert. Bis zum nächsten Neustart.

Denn da schlägt der Beta-Status gewaltig zu. Ich bin mir im Nachhinein nicht ganz sicher, ob es daran liegt, dass ich erst an diesem Punkt den GPT/MBR-Sync von rEFIt gemacht habe oder es ein generelles Problem mit dem Kernel 2.6.28-11-39 gibt. Auf jeden Fall präsentiert sich von Jaunty nun nicht mehr viel:

Boot from (hd0,2) ext4 0466c924-3382-4972-ac97-665dccfed47d
Starting up ...

crc error

-- System halted

Das hört sich weder gut noch aussagekräftig an. Das weltweite Netz sagt zu diesem Fehler lediglich, dass es wohl an fehlerhafter Hardware liegen könnte, was ich aber in meinem Fall nicht wahrhaben wollte. Also muss die Jaunty-Alternate CD wieder herhalten. Auf dieser befindet sich dankenswerterweise ein Reparaturmodus, der es erlaubt, eine Shell mit Root-Rechten im installierten System zu starten. Es gibt sogar (fast) einen funktionierenden Netzwerkzugang. Lediglich die Namensauflösung will bei meinem Rettungsversuch nicht kooperieren, was sich nach dem Eintrag des Nameservers in die /etc/resolv.conf auch schnell lösen lässt. Ein schnelles Update auf den neusten Kernel später lässt sich Jaunty wieder starten und zeigt sich in voller Pracht.

Ich bin immer wieder erstaunt, welche tollen Tools es so gibt, die einem die händische Arbeit mit chroot, mount & Co. abnehmen. Ebenfalls erstaunlich ist die schnelle Reaktionszeit, mit der Fehler bereinigt werden, auch wenn ich gar nicht weiß, ob es wirklich am Kernel oder an meiner GPT-Aktion lag. Vielen Dank an alle Entwickler, wo auch immer ihr seid!

  1. Hallo,

    ich habe eine Frage zu dem Artikel. Was ist der GPT/MBR-Sync von rEFIt ?

    Grüße Micha

  2. Das ist ein kleines Tool, das man im Startbildschirm von rEFIt ausführen kann. Ich habe hier schon einmal etwas dazu geschrieben.

  3. Hi,

    sag mal du traust dich was. Man hat soviel über die Fehler von ext4 gelesen,…du sicherlich auch, wieso setzt du es dann heutzutage schon ein? Ich geh stark von aus, dass du einen ext4 Fehler produziert hast. Die Fehlermeldung „stinkt“ nach Dateisystem…

    nun ja…

    bis die Tage

  4. Ich probier halt gerne aus. Und da ich auf meinem Hauptrechner schon seit Jahren XFS nutze, kann mich der »Fehler«, der bei ext4 soviel Aufsehen erregt hat, nicht wirklich beeindrucken.

  5. Chech mal die initram.

  6. […] es nicht, da ich den Kram nicht aktiviert habe (effektvolle Würfeldrehungen überlasse ich OSX-Jüngern). Der Loginscreen ist aufgemotzt (mein genutzter schlichter und edler kommt wieder drauf)…und […]

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