Alter Apple Mac Pro

Mac Pro mit gebündelter (Ethernet-)Kraft

Apples Mac Pro wird nicht selten als Server eingesetzt, was vor allem bei kleineren Arbeitsgruppen der Fall sein dürfte, bei denen sich die Daten über ein herkömmliches Kupfernetz verteilen. Mit einem passenden Switch kann man die Übertragung beschleunigen, wenn man die beiden Ethernet-Schnittstellen des Mac Pro zu einer virtuellen zusammenschließt. Apple selbst bewirbt das Feature als »Ethernet-Verbindungsbündelung mit Ausfallumschaltung von Netzwerkschnittstellen«. Das ist alles andere als Hexenwerk und natürlich auch für Workstations in einem größeren Netzwerk interessant. Und wenn der zweite Ethernet-Port des Mac Pro ungenutzt ist, sind 2 Gigabit einfach verlockender als 1 Gigabit.

Ob der Switch als Gegenstelle zum Mac Pro mit der Bündelung einverstanden ist, kann man über die Feature-Liste des Gerätes prüfen. Spricht der Switch »IEEE 802.3ad« (bzw. LACP = Link Aggregation Control Protocol), sollte die Bündelung kein großes Problem mehr sein und muss in der Regel nur generell, oder für die gewünschten Ports, aktiviert werden. Und auch die Einrichtung am Mac Pro ist denkbar einfach. Nachdem beide Ethernet-Ports mit einem Kabel zum Switch versorgt sind, geht der nächste Schritt in die Systemeinstellungen > Netzwerk.

Dort angekommen kann über das kleine Einstellungs-Icon der Punkt »Virtuelle Anschlüsse einrichten…« erreicht werden. Weiter geht es dann mit der Einrichtung einer neuen »Verbindungs-Bündelung«, der man die Netzwerkschnittstellen zuweist, die Teil der neuen virtuellen Schnittstelle werden sollen:

Mac OS X - Ethernet

Mac OS X - Ethernet-Bündelung

Sofern der Switch richtig konfiguriert wurde, finden sich bereits nach einiger Bedenkzeit des Mac Pro die erleichternden grünen Lämpchen in der Statusanzeige. Die gebündelten Anschlüsse verhalten sich ab sofort wie eine einzige Verbindung mit derselben MAC-Adresse, derselben IP-Adresse und demselben Server-Host-Namen. Und auch die potenzielle E/A-Leistung wird mit der Anzahl der Schnittstellen multipliziert.

Mac OS X - Ethernet-Bündelung

Alle weiteren Einstellungen zu DHCP, AppleTalk oder sonstiges bleiben bei der Bündelung natürlich erhalten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Ausfallsicherheit. Steigt eine Schnittstelle aus, bleibt die Verbindung durch den zweiten Anschluss erhalten. Wer das ganze auf die Spitze treiben will, kann natürlich noch weitere Ethernet-Schnittstellen in den Verbund mit aufnehmen. Und natürlich beherrscht auch ein Xserve die Bündelung.

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