Safari ins Betaland

Die einen meiden Betaversionen wie die Pest, die anderen nehmen für ein paar neue Funktionen auch etwas möglichen Ärger in Kauf. Bei Apple dürfte die zweitgenannte Gruppe zur Mehrheit gehören, denn die Public Beta von Safari 4 zu installieren, scheint fast schon zum Pflichtprogramm zu gehören. Da die Version bereits seit heute Nachmittag erhältlich ist, gibt es mittlerweile viel frisches Feedback zur neuen »Browserrevolution«.

Laut Apple bringt es die neue Safari-Version auf knapp 150 Features und ein (bis zu) 4,2 mal schnelleres Seitenrendering im Vergleich zu Safari 3.x, was das Programm einmal mehr zum schnellsten Browser im Internet machen soll. »Schuld« daran ist die »Nitro JavaScript Engine«, die unser geliebtes JavaScript bis zu 6 mal schneller als der Internet Explorer 8 ausführen soll. Und auch dem aktuellen Firefox 3.1 ist man (laut Apple) um den Faktor 4 voraus. Das bessere Erinnerungsvermögen hat dafür weiterhin der Feuerfuchs, denn Safari kann sich immer noch nicht die geöffneten Tabs merken.

Was die Tabs angeht macht es Apple Google Chrome gleich und packt die Tableiste an den oberen Rand des Programms. Dazu kommen jede Menge CoverFlow-Effekte und ein neues Feature namens »Top Sites«. Wie auch in Chrome werden hier die meistbesuchten Seiten effektvoll angezeigt. Und auch die Adressleiste und das Sucheingabefeld sind (wie bei Chrome) intelligenter geworden und ergänzen Adressen durch den eigenen Verlauf, die meistaufgerufenen Seiten oder durch (Such-)Vorschläge direkt von Google.

Mit Safari 4 lernt der Browser außerdem ARIA (Accessible Rich Interactive Applications), neue CSS (Bild-)Effekte und unterstützt als erster Browser CSS Canvas. Den Acid 3-Test meistert Safari natürlich mit Bravour. Für Web-Entwickler gibt es außerdem einen Web-Inspector und einen JavaScript Debugger, die beide über das »Developer-Menü« erreichbar sind. Neue Inhalte gibt es außerdem im »Safari DevCenter« bei Apple.

Safari 4 Web-Inspector:

Alles in allem läuft die Betaversion des neuen Browsers ziemlich rund. Zumindest im MacVillage tauchen nach einigen Stunden keine größeren Probleme auf. Auch den Reload-Button haben wir wiedergefunden. Die üblichen Probleme entstehen meist durch Safari-Erweiterungen von Drittanbietern wie bei »Saft« oder »1Password«. Hier kommt es immer wieder zu Kompatibilitätsproblemen bei einem größeren Safari-Update. Die Köpfe der Entwickler dürften aber schon am qualmen sein, um die Probleme mit dem nächsten Update auszubügeln. Für 1Password scheint eventuell schon eine Lösung gefunden zu sein.

Safari 4 setzt Mac OS X 10.5.6 und das Security Update 2009-001 oder Mac OS X 10.4.11 voraus. Der Download ist 31,7 Megabyte groß. Version 4 ersetzt bei der Installation die vorhandene Version 3. Ein Uninstaller liegt dem Download ebenfalls bei. Die Beta-Version des Browsers kommt mit rein englischen Menüs. Die Sync-Funktionen mit MobileMe bleiben natürlich auch in der Betaversion erhalten.

  1. Ich bin auch eigentlich kein BETASoftwareinstaller aber bei Safari muss es einfach sein. Ich bin mehr als begeistert!

  2. Bin auch begeistert. Hab bisher keinerlei Probleme, die ich eigentlich bei einer Beta erwarten würde. Aber bisher bringt Safari 4 nur Vorteile. Selbst meine Safari-Erweiterungen laufen einwandfrei. Das einzige was ich wohl nie nutzen werde, ist CoverFlow 🙂

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