Die Garantie der tiefen Preise

Oh je, die shoppende Internet-Gemeinde ist schwer getroffen, beleidigt und gekränkt. Amazon.de macht eventuell wahr, was sich seit Tagen in diversen Foren angekündigt hat: Die Tiefpreisgarantie könnte beispielsweise für Videospiele und Filme endgültig abgeschafft werden. Und ist das verwunderlich? Eigentlich nicht, denn einige Schnäppchenjäger haben es wohl übertrieben, was bei Amazon möglicherweise dazu geführt hat, dass entweder zu viel Aufwand entsteht, oder sich manche Angebote nicht mehr rechnen.

Dabei war die Tiefpreisgarantie eigentlich eine feine Sache, die ich ebenfalls hin und wieder (mit den Amazon-Preisen) genutzt habe. Das beste Beispiel ist ein vorbestelltes Videospiel, dass ca. 65 Euro kostet. Nach einer Woche ist das Spiel auf einmal 10 Euro billiger bei Amazon im Angebot zu finden und schon bekommt man die Differenz für die nächste Bestellung (nach ein paar Klicks) gutgeschrieben. Das ist ein faires Angebot. Nicht nur für mich, sondern natürlich auch für Amazon.

Wenn das Angebot aber etwas zu exzessiv in Anspruch genommen wird, entsteht ein Ungleichgewicht. In Foren werden beispielsweise PDFs mit gescannten Angeboten verteilt, die man Amazon als Quelle für ein günstigeres Angebot vorlegen kann. Jede Chance auf ein paar Euro weniger (aus irgendwelchen Lockangeboten größerer Elektronikmärkte) wird demnach gnadenlos genutzt. »Man ist ja nicht blöd« heißt es immer. Vielleicht aber doch. »Sie bieten es an, also nutze ich es«, werden viele Kritiker außerdem sagen. Und genau deswegen darf man sich eigentlich nicht beschweren, wenn Amazon die Tiefpreisgarantie jetzt einstellt. Denn man selbst hat das Angebot sozusagen totgespart.

  1. Bei mir wurde die TPG nie akzeptiert. Ich dachte das ist nur ein Werbegag…

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