Zwischen Chipsatz und Gerücht

MacBook Pro

In letzter Zeit sind die Events von Apple nicht mehr ganz so geheimnisumwogen, wie das noch vor einem Jahr der Fall war. Und da Apple zum morgigen Presse-Event mit dem Spruch »The spotlight turns to notebooks« eingeladen hat, weiss ohnehin schon jeder, dass MacBook und MacBook Pro mit einem Update an der Reihe sind. Die große Frage ist heute eher, welche Hardwarebauteile Apple für die neuen Schmuckstücke verwendet. Das war auch einmal anders, denn bei früheren Events musste man erstmal raten, was Cupertino überhaupt aus den Hüten zaubert.

Dafür sind die Gerüchte vor dem morgigen Event (dankenderweise) weit weniger zahlreich ausgefallen als gewohnt. Das iPhone ist ja bereits da und der Touchscreen-Mac steht auch diesmal nicht auf dem Plan. Nur das Gerücht Apple könnte mit eigenen Geräten in den TV-Markt einsteigen hält sich wacker. Passend dazu könnte sich Apple zur eigentlich längst überfalligen Blu-ray-Unterstützung hinreißen lassen. Aber statt einfach das Presse-Event abzuwarten, gibt es natürlich auch diesmal wieder im Vorfeld die passenden »Spy-Pics«, ein »geleaktes« Support-Dokument zu den neuen Notebooks und jede Menge Spekulationen um Außenhaut und Fertigungsprozeß der Laptops. Mit Sicherheit falsch ist das Gerücht, dass Steve Jobs persönlich die neuen Laptops aus einem Block Aluminium handgesägt hat.

Der Renner sind momentan aber die Chipsatzdiskussionen. Setzt Apple beim Mainboard-Chipsatz der neuen Notebooks weiterhin auf Intel, oder gibt es einen Schwenk Richtung NVidia? Der große Grafikkartenhersteller hingegen will seinen neuen Chipsatz (MCP79) erst am 15. Oktober vorstellen und hat im Vorfeld ungewohnt(?) wenige Informationen dazu preisgegeben. Das passt in die »geheimnisvollen« Pläne aus Cupertino. Apples Zulieferer sorgen also mittlerweile nicht nur für Bauteile, sondern auch für Gerüchte. Bleibt nur die Frage, ob ein neuer Chipsatz wirklich so sexy ist, oder ob am Ende nicht doch das aufgefrischte Design über das »Haben wollen« entscheidet.

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