Verantwortungsvoller Umbau

Eigentlich ist es ja ganz nett, dass in letzter Zeit die Chefs ihre Nasen in marketingtaugliche Videokameras stecken und erklären, was demnächst in »ihrem« Betrieb passieren wird. Das Spiel mit dem guten Image kann im Fall der »Neuen Telekom« aber fast nur nach hinten losgehen. Im übrigen steigt mein Adrenalin-Pegel rapide an, wenn mir Telekom-Chef René Obermann etwas von superschnellen Anschlüssen erzählen möchte. Denn weiterhin lässt die Telekom viele ländliche Gebiete bei der DSL-Versorgung einfach links liegen. In Sachen Service- und Firmenumbau geht man da vielleicht ähnlich vor, auch wenn man Besserung verspricht:

Die Deutsche Telekom bringt das alles zusammen. Und sorgt so dafür, dass ihre Kunden die neuen Dienste überhaupt nutzen können – zunehmend auch unterwegs.

Dafür braucht das Unternehmen in Zukunft immer besser ausgebildete und spezialisierte Mitarbeiter. Gleichzeitig gibt es einen großen Bedarf an Servicekräften. Schließlich will sich die Deutsche Telekom zum bestangesehenen Serviceunternehmen der Branche entwickeln.

Das alles erfordert einen erheblichen Umbau, der bisweilen schmerzhaft ist. In vielen Bereichen fallen Stellen weg. Aber in anderen kommen auch neue Stellen dazu. Allein in diesem Jahr stellt die Deutsche Telekom bis zu 4.000 Mitarbeiter ein – viele davon im Service.

Konsequente Weiterbildung ist ein weiterer wesentlicher Baustein des Umbaus. Die Telekom baut hier das Angebot für die Mitarbeiter deutlich aus, um möglichst vielen Menschen eine langfristige Perspektive im Unternehmen bieten zu können.

  1. „Die Deutsche Telekom bringt das alles zusammen.“ Also das ist doch quasi gelogen? Beispiel: Die Telekom möchte ja auch VoIP und IM aufm Iphone verbieten. oder etwa nicht? Kann man da wirklich noch von „zussammenbringen“ reden ohne rot zu werden??

    Beim Thema Service hat die Telekom natülich einiges an nachholbedarf… Sie sollten sich eigentlich das Ziel setzen überhaupt erstmal zu den deutschen Unternehmen zu gehören, die einen eingermaßen akzeptablen Service bieten, bevor sie solch ein hochtrabendes geschwätz von sich geben.

  2. „Denn weiterhin lässt die Telekom viele ländliche Gebiete bei der DSL-Versorgung einfach links liegen.“

    Wenn die Kabel liegen, gehen 70% zu Alice & Co. , weil keiner bereit ist 5€ mehr für ne Flatrate zu bezahlen.

  3. Schade, dass ich zu den restlichen 30 Prozent gehören würde 🙂

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