Per FTP auf das iPhone

Das iPhone einfach per USB an den Rechner anschließen und schon hat man ein Festplattensymbol auf dem Schreibtisch und kann beliebig Daten austauschen. Eben ganz so wie bei einem USB-Stick. Leider sieht die Realität ein bisschen anders aus, weswegen der gemeine USB-Stick immer noch parallel zum iPhone in diversen Taschen sein Unwesen treibt.

Glücklicherweise gibt es aber den App Store und mit dem Programm »MobileFinder« (iTunes-Link) auch eine Lösung, die zumindest in die Nähe einer optimalen iPhone-Nutzung als mobile Festplatte kommt. Mit MobileFinder lassen sich beliebig Daten zwischen Rechner und iPhone im eigenen WLAN austauschen. Außerdem kann das 2,7 MB kleine Programm beispielsweise Zip-Archive erstellen, PDFs lesen, MS Office- und iWork-Dateien öffnen oder Textdateien editieren.

Den Zugriff auf das iPhone stellt MobileFinder über ein FTP-Programm oder einen Browser her. Nachdem man mit zwei Handgriffen das Sharing auf dem iPhone aktiviert hat, zeigt das Programm die aktuelle IP-Adresse des Mobiltelefons an. Über ftp://xxx.xxx.xxx.xxx:2121 sind die Daten dann auf dem iPhone abrufbar. Unser Screenshot oben zeigt die Ordnerstruktur von MobileFinder über den FTP-Client Cyberduck, die aber jederzeit geändert und editiert werden kann.

Sobald die Verbindung zum iPhone nicht mehr benötigt wird, sollte man das Sharing auch schleunigst wieder deaktivieren. Theoretisch kann jeder Rechner im WLAN auf das »freigeschaltete« iPhone zugreifen und Daten hoch- und runterladen. MobileFinder bietet immerhin an die Zugriffsrechte der einzelnen Ordner zu verändern (Readable, Writable, Executable). Eine benutzerabhängige Zugriffssteuerung gibt es aber nicht.

Ein nützliches FAQ und eine komplette Auflistung aller funktionieren Dateitypen gibt es auf der Herstellerseite. Dort tauchen dann auch gleich einige Kinderkrankheiten von MobileFinder auf, die glücklicherweise schon auf Liste der »known Bugs« für das nächste Update stehen. Das Programm ist für günstige 1,59 Euro zu haben und läuft natürlich auch auf dem iPod touch.

Alternativen gibt es im App Store ebenso. Für 5,49 Euro kann man sich die selben Funktionen auch mit dem Programm »DataCase« (iTunes Link) auf das iPhone holen. Statt FTP werden die Daten hier etwas direkter mit Bonjour übertragen.

  1. Pingback: MacVillage.de » Das iPhone als drahtloser Datenspeicher

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.