Die stinkendste Kapsel der Welt

Time Capsule Einrichtung

Wie bereits angekündigt, hat eine der Zeitkapseln den beschwerlichen Weg ins Ubuntu-Häuschen geschafft. Damit sie sich nicht ganz so abgekapselt vorkommt, wurde sie dann auch gleich ins Geschehen einbezogen. Die Time Capsule ist nun neuer Dreh- und Angelpunkt des »kleinen« Heimnetzwerkes mit einigen Linux-, Windows- und Mac OS X-Clients, einem Debian-Server, einem Netzwerkdrucker und einer Funk-Internetanbindung. Zudem ist sie die wohl stinkendste Kapsel der Welt. Keine Ahnung warum, aber ich habe noch nie ein so übel riechendes Stück Hardware aus der Packung geschält.

Zuerst galt es, die Grundeinrichtung zu machen. Leider bietet die Time Capsule keine Webadministrationsoberfläche an, wie es mittlerweile üblich ist. Das Airport-Dienstprogramm ist zwar ganz hübsch, mir fehlen allerdings einige Schräubchen zum Drehen. Zudem beschwert es sich wegen recht merkwürdigen Dingen, die mir manchmal das Gefühl geben, man würde ein zweijähriges Kind in mir sehen. Wie auch immer, es beruhigt sich recht schnell nach der ersten Einrichtung, da es Fragen nicht wiederholt stellt, wenn man z.B. einmal bestätigt hat, dass es schon in Ordnung sei, wenn kein Kabel im WAN-Port steckt.

Somit kommen wir zum nächsten Teil, der Einrichtung der integrierten Festplatte. Als sicherheitsbewusste Menschen wird die Platte natürlich nicht einfach so freigegeben, es müssen Benutzer mit sicheren Passwörtern angelegt werden. Mit der Oberfläche geht das ja auch ganz schnell und erstaunlicherweise funktioniert das Verbinden von OS X und Windows XP aus auch auf Anhieb. Doch unter Ubuntu geht nichts. Nach umfangreichere Recherche führt schließlich der Wechsel auf CIFS zum gewünschten Erfolg. Das Ubuntuusers-Wiki leistet hier wertvolle Schützenhilfe. Lediglich das Risiko der Benutzer-Mounts will ich dann doch nicht eingehen und hänge die Platte lieber bei Bedarf mit sudo ein. Warum die Kapsel nicht mit SMBFS will, wie sie soll, bleibt mir leider verborgen.

Schließlich wird die Kapsel an ihren endgültigen Bestimmungsort verfrachtet und der Netzwerkdrucker angeschlossen. Dumm nur, dass der danach nicht mehr funktionieren will. Den aufmerksamen Adleraugen entgeht nicht, dass der Netzwerkanschluss behauptet, es wäre kein Kabel angeschlossen. Ein Austausch des fraglichen Kabels bringt aber auch kein Erfolg, also was tun? Da das Kabel nicht defekt ist und auch der Wechsel der Ports keine Wirkung zeigt, ist guter Rat teuer.

Die Time Capsule verfügt über Gigabit-Ports, sind diese vielleicht inkompatibel zur langsamen Netzwerkkarte des betagten Kyocera-Druckers? Leider gibt es im Airport-Dienstprogramm keine Möglichkeit, die LAN-Ports zu drosseln (soviel zum Thema Schräubchen). Für den WAN-Port wird diese Option allerdings angeboten und bringt auch den gewünschten Erfolg. Angenehmer Nebeneffekt: Die Zeitkapsel hat ihren schmerzlich vermissten Anschluss am WAN-Port wieder (und wenn es auch nur ein Drucker ist).

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