Hue-Lampen mit Fernsehbild synchronisieren

Hue-Lampen mit Fernsehbild synchronisieren

Möchte man die Farbausgabe von Hue-Lampen mit einem Fernseher synchronisieren, benötigt das eigentlich nur zwei Dinge. Ein iOS-Gerät mit Kamera und die App »Hue Camera for Philips Hue«. Mit dieser Kombination lässt sich eine Art »Ambilight-Effekt« im Wohnzimmer herstellen, der sowohl für Filme als auch für Games interessant sein kann. Die 3,99 Euro teure App klinkt sich – nach Installation und kurzer Einrichtung, die per Tutorial in der App beschrieben wird – in das heimische Hue-Netzwerk ein. Danach sammelt die App, über die integrierte Kamera des iOS-Gerätes, die Farbinformationen und gibt diese an die Hue-Lampen zur Anzeige weiter. Ist die Kamera einigermaßen geschickt auf das Fernsehbild zentriert, funktioniert das Prinzip erstaunlich gut.

Licht …

Erstaunlich gut heißt in dem Fall, dass die Lampen tatsächlich die Farbstimmung und Atmosphäre des Fernsehbildes wiedergeben. Der Raum ist stets mit den passenden Farbwerten vom Fernseher beleuchtet. Wer beispielsweise mit Mark Watney in »Der Marsianer« einen Ausflug auf die Marsoberfläche macht, wird sein Wohnzimmer in passenden Rot- oder Brauntönen wiederfinden. »Hue Camera« kommt auch mit Spielen recht gut zurecht. Der Wechsel von Farben und Helligkeit funktioniert in der Regel schnell genug. Auch die Übergange von einer zur anderen Szene im Spiel laufen sauber ab. Bei schnellen Farbwechseln, beispielsweise in einem hektischen Ego-Shooter, kommen die Lampen aber teilweise nicht mehr hinterher.

Sind genug Lampen im »Fernsehzimmer« vorhanden, profitieren vor allem Filme und »ruhige« Spiele von der Farbstimmung der Philips-Lampen. Und das macht dann richtig Spaß. So sehr, dass man sich eine professionellere Lösung für die Beleuchtung wünscht. Denn das zusammengefrickelte System hat natürlich auch Nachteile.

… und Schatten

Damit die Farbinformationen möglichst gut weitergegeben werden, muss das iPhone oder iPad so positioniert werden, dass der TV-Bildschirm nah und mittig durch die Kamera zu sehen ist. Stören andere Lichtquellen, oder zu viel »Schwarz«, leidet die Qualität der Farbsynchronisation. Dazu kommt, dass die ständig laufende Kamera stark am Akku des Gerätes saugt. Ein dauerhafter Stromanschluss – und ein Stativ für das iOS-Gerät – können also nicht schaden. Daran kann natürlich auch die App nichts ändern.

Der Aufbau des »Systems« bleibt also ein wenig unhandlich und bekommt deswegen wohl auch keinen dauerhaften Platz im Wohnzimmer. Vielleicht wäre es eine Lösung ein altes iPhone mit Stativ schräg neben den Fernseher zu stellen und so dauerhaft die Farbinfos abzugreifen. Klingt auch nicht gerade nach einer schönen Lösung. Für den ein oder anderen Filmabend mit Hue-Beleuchtung taugt die App aber trotzdem.

Hue Camera – Demovideo von Erwin Zwart:

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