Review: Turmoil – Ölbohrung für zwischendurch

Review: Turmoil – Ölbohrung für zwischendurch

Was den Spielemarkt angeht kann man sich auch unter macOS nicht mehr beschweren. Zumindest sofern man Abstand vom Apple App Store hält und für das Spielvergnügen auf GOG oder Steam ausweicht. Eine kleine Perle unter den Spielen für zwischendurch ist das Strategiespiel »Turmoil« von Gamious. Ist es gerade mal nicht im Angebot, kostet das Game 9,99 Euro und ist auch für betagte Hardware keine Herausforderung. Mindestanforderungen: Mac OS X 10.9, Intel-Prozessor, 2 GB RAM, 100 MB Speicherplatz. Außerdem lässt sich Turmoil hervorragend auf dem Laptop spielen. Für macOS ist das Spiel im August 2016 erschienen, für Windows bereits am 2. Juni 2016.

Ölrausch in Nordamerika

Turmoil versetzt den Spieler nach Nordamerika zur Zeit des großen Ölrauschs. Dort angekommen gilt es möglichst viel Geld als erfolgreicher Ölunternehmer zu verdienen. Statt mit beinharter Strategie und tausenden von Einstellungsmöglichkeiten passiert das in Turmoil mit nostalgischer Wild-West-Grafik und minimalistischem Spielaufbau. Öl mit Wünschelrutenträgern suchen lassen, Bohrtürme errichten, Ölfelder anbohren. Danach das schwarze Gold mit der Pferdekutsche in eine der zwei verfügbaren Fabriken transportieren. Dort angekommen zu einem guten Preis verkaufen. Eben das, was man in einer Wirtschaftssimulation so macht.

Turmoil (macOS) - Screenshot
Bohren wie die »Profis« ….
Turmoil Screenshot
Den neuen Claim abstecken …
Turmoil – In der Westernstadt …
Howdy! In der Stadt geht es in den Saloon, businesskaspern mit dem Bürgermeister, oder Ausrüstung kaufen.

Turmoil – Ohne Investition keine Innovation!

Jeder schlaue Ölbohrbaron weiß, dass man für noch mehr Geld auch etwas davon investieren muss. Deswegen lassen sich in Turmoil auch allerlei Werkzeuge mit dem hart verdienten Geld verbessern. Schnellere Kutschen, größere Öltanks, geheimnisvolle Scanner, breiteres Bohrgestänge, oder Maulwürfe, die nach Diamanten suchen. Allzu ernst nimmt sich die Wirtschaftssimulation also nicht und ist ganz und gar auf Spaß ausgerichtet. Deswegen ist die Lernkurve auch so flach, dass es praktisch keine Eingewöhnungsphase in das Spiel gibt. Das Tutorial geht umgehend in die Single-Player-Kampagne über und der Schwierigkeitsgrad stellt ebenfalls keine große Hürde da. Die Herausforderungen wird mit der Zeit zwar größer, »Stress« verursacht das Spiel aber keinen.

Wer komplexe Simulationen mag, sollte also eher die Finger von Turmoil lassen. Das Spiel ist wirklich für zwischendurch und gerade wegen dem einfachen Aufbau so interessant. Vor allem für die Spieler, die mal eben schnell ein paar Stunden Unterhaltung ohne Eigenwöhnungsphase suchen. Auf Langzeitherausforderungen und Tiefgang muss man also weitgehend verzichten.

Fazit?

Turmoil ist das perfekte Spiel für zwischendurch und könnte eigentlich auch ein iOS-Spielchen sein. Wird es vielleicht auch noch!? Auf dem Laptop macht es eine gute Figur durch die einfache Steuerung. Retrografik und Spielmotivation sind ebenfalls gelungen. Durch die fehlende Langzeitherausforderungen könnte man die 10 Euro natürlich etwas hinterfragen. Hat man die Kampagne im Spiel durch, wird man vermutlich nur selten noch mal die Motivation aufbringen von Beginn an zu starten. Macht einem das nichts aus: Direkt zuschlagen … oder auf die Wunschliste für den nächsten Sale.

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