Alien aus Schrott, das auf einer Apple-Tatstatur steht und im Hintergrund ein iMac mit Apple-Logo
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10,5 Tipps für Win-Admins mit Apple-User

Apple-User können schwierig sein, mitunter sogar Individualisten. Eine Anleitung zum Umgang mit Mac-Usern für eingesessene Win-Admins.

Tipp 01 – Ticketsystem

Viele Mac-User sind gerne rund um die Uhr über ihre Gerätschaften erreichbar. Führen sie deswegen Öffnungszeiten für Ihr Ticketsystem ein. Beispielsweise MO-FR von 9:00 bis 11:30 Uhr und 13:15 bis 15:45 Uhr. SA/SO und an Feiertagen geschlossen. Stellen sie außerdem sicher, dass der Webzugrifff nur mit dem Internet Explorer 100%ig funktioniert. Sollte es Betreff Browserzugriff vermehrt zu Nachfragen kommen, bieten sie allen Mac-Usern alternativ eine virtuelle Windows XP oder Windows 7-Maschine mit Internet Explorer als Workaround an. Nutzen sie für die virtuelle Maschine einen eigens dafür aufgesetzten – und ebenfalls virtualisierten – Citrix-Server. Oder, wenn sie lieber lokal arbeiten möchten, VirtualBox.

Tipp 02 – Bildschirmschoner

Lassen sie keine eigenen Einstellungen für Bildschirmschoner zu. Grundeinstelllung sollte der den in macOS vorinstallierte Screensaver »Wirbel« sein. Dieser frisst die meisten Ressourcen und sorgt speziell auf älteren Mac-Laptops hin und wieder für Probleme. Lassen Sie den Bildschirmschoner nach 30 Sekunden Inaktivität automatisch starten, unabhängig vom Betätigungsfeld des Benutzers.

Tipp 03 – Flash-Updates

Spielen Sie nie – auch wenn Sie die Zeit dazu hätten – das aktuellste Flash-Update ein. Bleiben sie immer mindestens eine Version zurück, damit alle Apple-User ohne Adminrechte die entsprechenden Warnmeldungen im Browser bekommen. Hängen sie an die Warnmeldung ein »Bitte wenden Sie sich an Ihren Administrator vor Ort« an und lagern sie den Support für die Anfragen an einen externen Dienstleister aus. Dieser Anbieter sollte von macOS möglichst wenig Ahnung haben, dafür aber monatlich möglichst viel kosten.

Tipp 04 – Neue Software allgemein

Bei neuer Software, oder neuen Systemen, stellen Sie stets sicher, dass die Software zwar macOS-kompatibel ist, aber dort nur so gut wie unbedingt nötig funktioniert. Ignorieren sie Zugriffe über Mobilgeräte mit iOS komplett. Bei Rundmails zur Ankündigung von neu eingeführter Software verwenden sie immer(!) Buzz-Words wie »Schnellerer und flexibler Zugriff«, »Nutzung modernster Technologien wie (Hier Technik-Abkürzungen einfügen)«, »Modernes User-Interface mit ansprechendem Design« oder »Das System ist sehr benutzerfreundlich und selbsterklärend«.

Tipp 05 – Mac User allgemein

Die meisten Apple-User lieben Smalltalk über Apple. Während Sie also planlos im macOS rumklicken, um ein Problem zu lösen das nach einem Neustart immer noch existiert, fragen sie Mac-User stets was für eine Grafikkarte in ihrem Gerät verbaut ist. Und natürlich, ob diese spieletauglich ist. Fragen sie auch nach den aktuellen iPhone-Preisen, ob das Apple TV schon 4K beherrscht und ob das MacBook immer noch über nur einen USB-Anschluss verfügt.

Apple Mac Pro wird als Trittleiter verwendet um WLAN-Verteiler zu installieren
Auch alte Mac-Hardware ist sinnvoll einsetzbar.

Tipp 06 – Must-have-Tools!

Installieren sie auf Ihrem macOS-Image immer folgende Programme: Silverlight, Toast Titanium, StuffIt, VLC, WinZip, den optisch miesesten VPN-Client den Sie auftreiben können, Microsoft Remote Desktop, Microsoft Office … und Microsoft Lync. Setzen Sie die Neuinstallation so oft wie möglich – und schon bei den kleinsten Problemen – als Lösungsweg ein. Zum Beispiel, wenn Word nicht mehr startet.

Tipp 07 – Individualisten

Apple-User sehen sich oft als Individualisten und viele davon besitzen einen, für pragmatische Win-Admins wenig nachvollziehbaren, Hang zu ihrem überteuertem Arbeitsgerät. Sorgen Sie deswegen dafür, dass alle Mac-System möglichst gleich aufgebaut (und administrierbar) sind. Vom Hintergrundbild, über die Icongröße auf dem Desktop, bishin zum User-Icon. Sollten Probleme bei einer der Maschinen auftauchen, schieben sie alles auf die eventuell noch übrigen Individualisierungsmöglichkeiten. Gegen die Personalisierung des Arbeitsgerätes können ebenfalls Aufkleber auf den Rechnern helfen. Vor allem bei Apple-Mobilgeräten. Also beispielsweise Inventarnummern, Barcodes, allgemeine Sicherheitshinweise oder Typenbezeichnungen.

Kabelmanagement im Serverschrank
Vorsicht vor Individualisten …

Tipp 08 – Betriebssystem-Update

Nicht die aktuellsten Software-Varianten zu nutzen, macht Mac-User in der Regel sehr nervös. Bleiben Sie deswegen – wie auch schon unter Windows – stets mindestens eine Betriebssystem-Version hinter der Aktuellen und erklären sie diesen Umstand immer mit »allgemeinen Kompatibilitätsgründen zu anderen Systemen«. Führen Sie dies aber nicht genauer aus. Stattdessen klären sie fachlich und nüchtern über die Nachteile von Windows 8 bis 10 auf und warum es kein Windows 9 gab.

Tipp 09 – Mac-Nutzer mit »Monitoren«

Verhalten Sie sich bei Mac-Nutzern mit einem oder mehr »normalen« Monitoren stets so, als würden Sie einen Windows-PC nutzen und deswegen nie Probleme haben. Nutzen Sie diesen Tipp nur im Zusammenhang mit folgenden Apple-Geräten: Mac Pro, Mac mini und ältere PowerMacs. Bei anderen Apple-Geräten – wie beispielsweise dem iMac – funktioniert dieser Tipp möglicherweise nicht. Bei Apple-Laptops, mit angeschlossenen externen Monitoren, können Sie selbst entscheiden.

Serverraum mit modernem Windows-Terminal
All-In-One-Rechner sind oft teuer und vergleichsweise langsam. Schneller und günstiger geht es meist mit einem »normalen« PC (Symbolbild)

Tipp 10 – Optische Medien benutzen

Nutzen sie zur Verteilung von Software und größeren Updates so oft wie möglich optische Medien und lassen diese in den Abteilungen »wandern«. Parallel beschränken Sie den internen Mailverkehr auf maximal fünf Megabyte pro E-Mail, sperren Sie USB-Ports aus Sicherheitsgründen und Cloud-Dienste direkt an der Firewall. Auf den File-Servern – die nur über smb erreichbar sein sollten – erstellen Sie eine Richtlinie, dass keine Ordner mit dem Namen »Transfer« angelegt werden dürfen. Sollten Sie Nachfragen Betreff eines externen DVD-Laufwerkes bekommen, sagen Sie stets das dieses gerade an einen anderen »Mac-Kollegen« verliehen ist.

Tipp 10,5 – Admins

Nehmen Sie nicht alles ernst, was Ihnen Apple-User erzählen …

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