Creative Cloud im Großkonzern
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Creative Cloud im Großkonzern

Auch im Großkonzern bekommen Designer, Grafiker und Layouter Zugriff auf die Creative Cloud. Das ist furchtbar nett, aber trotzdem etwas anders, als man das gewohnt ist. Bei der Verwaltung von hunderten und mehr Arbeitsplätzen stehen natürlich nicht mehr innovative Funktionen von Programmen an erster Stelle. Auch nicht unbedingt das man selbst noch dafür Sorge trägt, mit den Werkzeugen möglichst effizient zu arbeiten. Also beispielsweise deren Funktionen auch nutzt. Stattdessen ist eher einheitliches Arbeiten wichtig. Und natürlich möglichst wenig Aufwand beim Verwalten und Verteilen der vielen Softwarelizenzen. Damit das klappt, gibt es die passenden »Enterprise-Agreements«, unter anderem auch für die Creative Cloud von Adobe.

#admintheadmin = Ehemaliger Mac-Admin, nun selbst administriert vom Großkonzern. Weißte bescheid …

Creative Cloud ohne Cloud

Einen »kleinen« Haken bringt die Enterprise allerdings mit sich: Die Lizenzen werden nicht mehr über Adobe-IDs verwaltet und entsprechend sind alle Funktionen die Adobes Cloud-Services betreffen nicht mehr nutzbar. Als Designer bleibt einem da eigentlich nur ein dezentes »What … the … Fuck!?« im Hals stecken. Keine CC-Bibliotheken, kein File-Sync, keine Zusammenarbeit mit mehreren Personen über die Cloud, keine Fonts, kein Market, kein Sync mit Apps wie Adobe Capture. Nur die reinen Programme, willkommen zurück bei der Creative Suite 3.

Dafür sind die Adobe-Lizenzen aber sauber administriert und das Software-Lizenz-Team hat wenig Stress mit der Verwaltung. Alle CC-Benutzer arbeiten dann eben mit angezogener Handbremse und haben ein Auto in der Garage stehen, dass auf 50 km/h gedrosselt ist. Zum ein bisschen mit der Nuckelpinne in der Gegend rumfahren reicht das ja auch aus und der ein oder andere wird gar nicht mitbekommen was er verpasst.

Aber … warum?

Wie so oft hinkt die Enterprise-Lösung im Funktionsumfang der Standard-Variante hinterher. Im Falle der CC werden viele nützliche Funktionen gegen eine möglichst einfache Administration eingetauscht. Das ist schade, denn das Standard-»Adobe Business-Abonnement« ist ein sehr gut zu administrierendes und übersichtliches Tool. Durchaus auch um viele Adobe-IDs zu verwalten. Aber natürlich mit etwas mehr Aufwand, als eine Installation ohne jegliche Bindung an eine Adobe-ID. Aber das bisschen mehr Aufwand würde sich lohnen.

Im Endeffekt ist die Entscheidung für oder gegen den Beschnitt der CC-Funktionen aber nicht nur eine reine Verwaltungsaufgabe. Zumindest für die, die die Creative Cloud einsetzen. Ein bisschen geht es auch um die Unternehmenskultur. Gerade die Online-Services sind die Bereiche, die bei Adobe momentan am schnellsten ausgebaut werden. Hat man keinen Zugriff auf die Funktionen, kann man recht schnell den Anschluss an die Weiterentwicklung der CC verlieren und bleibt im Standardtrott. Und warum sollte man aktiv verhindern, das die User die neuen Funktionen nicht auch benutzen? Sinnvoll wäre genau das Gegenteil.

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