VMWare View auf dem iPad

VMWare View

Das iPad ist mit Sicherheit eher dafür gedacht Inhalte zu konsumieren, statt sie zu erstellen oder zu administrieren, weswegen Apples »Konsumbrett« nicht gerade selten als reines Spielzeug deklariert wird. Das das »Spielzeug« aber durchaus auch mal einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen kann, zeigt beispielsweise das Programm »Wyse PocketCloud Remote Desktop & RDP Client«, im folgenden Text kurz »Wyse PocketCloud« genannt :D

Mit 11,99 Euro ist das App mit Sicherheit kein Schnäppchen, bringt aber zielsicher und einfach Windows-Betriebssysteme (über Remote Desktop) auf das iPad und funktioniert ganz nebenbei auch als Client, um sein VMWare View-System anzuzapfen. Wyse PocketCloud funktioniert auch auf dem iPhone (»Universal App«), ist dort aber dem großen Bruder schwer unterlegen, da die Fernwartung mit größerem Display doch weitaus sinnvoller und benutzbarer wird. Als kompatible Systeme für die Fernwartung gibt Wyse VMWare View 4 und Windows 7/2003/2008/X/Vista an. So mausert sich das iPad in der Firma doch zu einem durchaus gebrauchbaren »Adminbrett«.

Die Einrichtung einer Verbindung geht einfach von der Hand. IP-Adresse, Benutzername, Passwort und Auflösung angegeben und schon kommt der erste Windows-Server auf dem iPad an, auch ohne dass auf dem entfernten Server irgendwelche zusätzliche Software installiert werden müsste. Zusätzliche Software (Free PocketCloud Windows Companion) für den Server bietet Wyse aber optional an, um beispielsweise einen entfernten Browser voll ausnutzen zu können. Das reine Wyse-App auf dem iPad reichte uns allerdings vollkommen aus und reagiert über ein ordentlich eingebundenes WLAN auch schnell genug, um administrative Aufgaben auf der Maschine duchführen zu können.

Ebenso verhält es sich mit einer VMWare View-Verbindung. Daten eingeben, virtuelle Maschine in der VMWare starten lassen und schon hat man sein virtuelles Betriebssystem auf dem iPad. Auf dem Display des iPads ist die Verbindung dann auch überraschend gut verwendbar und liefert beispielsweise auch den Ton mit. Alles in allem also ein einfacher und einwandfrei funktionierender Weg VMWare View mit dem iPad zu verbinden.

Mit Fernwartung oder View auf dem iPad lässt sich vielleicht noch nicht einwandfrei auf einer virtuellen Maschine arbeiten, aber um mal eben die E-Mails in Outlook zu prüfen oder nachzusehen welchen Dienst Server XY jetzt schon wieder unerwartet beendet hat, reicht Wyse PocketCloud allemal und bietet auch unterwegs eine durchaus verwendbare Verbindung.

Sollte es zu Performance-Problemen kommen helfen eventuell die erweiterten Einstellungen von Wyse PocketCloud. Hier findet man eine ganze Reihe abschaltbare »Tuning-Optionen«, die einem die Administration über den UMTS/Edge/VPN-Weg einfacher machen können.

Als Fazit bleibt eigentlich nur der Daumen hoch für Wyse PocketCloud, dass vor allem durch den Vollbildmodus und die einfache Einrichtung auf dem iPad zu neuer Stärke finden kann. So kann das Laptop auch gerne mal etwas länger in der Tasche schlummern.

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