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Zentrale iTunes-Library

Zentrale iTunes-Library

Viele iTunes-Libraries wachsen schneller als die Festplatten der Geräte auf der sie liegen, weswegen die Auslagerung der Daten, vor allem für Besitzer etwas älterer Laptops, oftmals ein interessantes Thema ist. Neben Platzproblemen auf der internen Festplatte kann die Auslagerung aber auch die Datensicherheit erhöhen, indem man die Library beispielsweise auf ein gesichertes Raid legt und diese somit gegen einen Festplattenausfall schützt. Ein weiterer Grund für eine Auslagerung ist, dass mehrere Rechner im eigenen Netzwerk auf eine gemeinsame iTunes-Library zugreifen sollen und nur ein Datenbestand gepflegt wird.

Erster Schritt bei einer Auslagerung ist der Blick in die eigenen iTunes-Library, die in den meisten Fällen am Standard-Ort von Mac OS X abgelegt ist, also unter Benutzername > Musik > iTunes. Zum Ortswechsel der Library kann diese einfach auf ein anderes internes oder externes Volume verschoben werden. Beim nächsten Start von iTunes hält man dann die alt-Taste gedrückt, wählt nun die eben verschobene Library aus und iTunes meldet sich mit allen gewohnten Inhalten zurück. Bleibt also noch die Frage, wohin die Library ausgelagert werden kann.

Zentrale iTunes-Library

Während Mac Pro-Besitzer genug interne Platten zur Verfügung haben, sind fast alle restlichen Apple-Geräte (ohne Zusatzbasteleien) auf eine Festplatte beschränkt, weswegen also oftmals nur der Griff zu einer externen Lösung hilft. Der Einsatz einer iTunes-Library auf externen Festplatten und Raid-Systemen über USB und Firewire ist damit selbsterklärend und aus dem Ubuntu-Büro des MacVillage kam schon vor etwas über zwei Jahren eine Anleitung zum Auslagern der iTunes-Daten auf die Time Capsule. Das beide Zeitkapseln (1. Generation, 500 GB) im MacVillage aber mittlerweile an Überhitzung gestorben sind, wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Nummer 1 erwischte es im Januar 2010, die zweite Kapsel folgte dann Mitte April.


^ Qnap-NAS mit integriertem iTunes-Server

Eine weitere Möglichkeit iTunes ins Netzwerk zu bringen ist ein NAS mit integriertem iTunes-Server. Aber auch hier gibt es Vor- und Nachteile, denn das NAS kann nicht alle Funktionen eines lokalen iTunes abdecken. Trotzdem bieten sich die Geräte als alternative Lösung an. Vor allem dann, wenn mehrere Geräte im Netzwerk Musikdaten abspielen möchten. Unser Beispielgerät, ein Qnap 809U-RP, ist zwar wenig heimtauglich, aber auch die kleineren Geräte von Qnap haben fast exakt die selbe Firmware und damit auch die selben Funktionen. Solange ein NAS, egal von welchem Hersteller, also als iTunes-Server arbeiten kann, ist das Prozedere eigentlich immer das selbe.

Alle NAS-Geräte bietet in der Regel eine vorgefertigte Netzwerkfreigabe für den iTunes-Server, die von jedem Rechner im Netz mit Musik gefüttert werden kann. Anhand der Tags in den Dateien bastelt das Qnap intern eine eigene iTunes-Library und gibt diese wiederum im Netzwerk frei. Es wird also keine vollwertige iTunes-Library von einem Rechner auf das NAS geschobene, sondern nur die Mediendateien an sich. Die Library selbst erscheint in iTunes dann unter dem Punkt »Freigaben« und hat die selben Funktionen (und Nachteile) wie eine Library, die lokal an einem Rechner freigegeben wurde. Wer also prüfen möchte was mit einer freigegebenen Library von einem NAS möglich ist, schnappt sich zwei Macs, gibt auf dem einen die iTunes-Library im Netzwerk frei und prüft vom anderen Mac aus die übriggebliebenen Funktionen.

Auch der Vorteil des NAS liegt damit auf der Hand. Alle Musikdaten werden direkt auf die Netzwerkfreigabe geschoben und stehen nach einem Reconnect mit der freigegebenen Library zum Abspielen bereit. Automatisch geordnet werden die Dateien auf dem Netzwerkvolume allerdings nicht. Das Gerät durchsucht rein die Tags der Dateien und gibt diese dann im Netzwerk frei. Die Ordnerstruktur auf dem Netzwerkvolume ist also rein von den »Füllern« abhängig. In iTunes hingegen stimmt mit richtig getaggten Dateien wieder alles und es wird ordentlich nach Interpreten oder Alben sortiert.

Da Apple es bisher versäumt hat eine Art iTunes-Server auf Geräten wie die Time Capsule zu integrieren, bleibt der Wunsch nach einer zentral verwalteten und vollwertig nutzbaren iTunes-Library noch relativ unerfüllt. Wer mehrere Rechner im Netzwerk mit seiner Musiksammlung ausstatten will, dem kann ein NAS ans Herz gelegt werden. Wer aus Platzgründen seine iTunes-Library von der Systemplatte auslagern möchte, fährt unserer Meinung nach mit einem externen (oder internen) Raidsystem am besten, da hier weiterhin alle Funktionen der iTunes-Library genutzt werden können.

  1. Pingback: Tweets die MacVillage.de » Zentrale iTunes-Library erwähnt -- Topsy.com

  2. Auch schön. Irgendwann mach ich von deinen Artikeln hier mal Sicherheitskopien 😉

  3. Pingback: iReview 17/2010 | ApfelBlog

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  5. Easy zum benutzen und gute Qualität. Das gefällt mir gut.

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