Scriblink

Da mein übliches Ressort das Vorstellen von Mac OS X Anwendungen ist, muss ich heute einen kleinen Abstecher machen. Bei Scriblink, das ich sogleich ausführlich beschreiben werde, handelt es sich um eine Java-basierte Webanwendung. Damit ist sie unter allen gängigen Browsern und Betriebssystemen zu verwenden und – was vielleicht das Interessanteste ist – sie benötigt keine lokale Installation. Damit ist Scriblink in den meisten Fällen auch innerhalb von Firmen einsetzbar. Das Titelbild ist diesmal übrigens zum Anklicken gedacht und offenbart dann den Screenshot in voller Größe.

Scriblink könnte man stark vereinfacht als »kollaboratives MS Paint« bezeichnen. Das heißt, dass man die gewohnte Zeichenfläche sowie einige Zeichenwerkzeuge vorfindet. Da man alleine bekanntlich auch offline zeichnen kann, habe ich mir einen Partner dazu eingeladen – Martin. Falls man mit der Person per Instant Messenger oder dergleichen in Kontakt steht, lässt sich direkt ein Link zur Zeichenfläche kopieren und versenden. Ansonsten lässt sich dieser Link auch per Mail verschicken.

Jeder Benutzer, der in der »Zeichenkonferenz« mit dabei ist, wird in der Liste rechts oben angezeigt. Die Farbe der Schrift entspricht übrigens der gerade von diesem Benutzer gewählten Stiftfarbe. Direkt unterhalb befindet sich auch ein kleines Chatfenster (das leider mit Umlauten gewisse Probleme hat).

Neben den üblichen Zeichenwerkzeugen für Freihandlinien, Formen, Text und Radiergummi gibt es noch zwei Werkzeuge, die ich persönlich als ziemlich herausragend empfinde. Zum einen ist ein Formeleditor enthalten, der es erlaubt, allerlei mathematische Ausdrücke in eine schöne Formel zu bringen und diese in die Zeichenfläche einzubetten. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, Bilder von einer URL einzubinden oder vom lokalen Rechner hoch zu laden. Im Beispiel habe ich einen kleinen Ausschnitt meines Desktops eingefügt und umrandet.

Falls man keinen weißen Hintergrund haben möchte, lässt sich das auch leicht ändern. Ein Button zum rückgängig Machen des letzten Schritts sowie eine Funktion zum leeren der Zeichenfläche runden das Angebot ab. Während des Zeichnens können die anderen Teilnehmer in Echtzeit beobachten, wie auf den Bildschirm gepinselt wird – die Verzögerung dabei ist minimal. Hat man seine zeichnerische Besprechung beendet, lässt sich das erschaffene Bild als Datei speichern, per Mail versenden oder direkt ausdrucken.

Was mir an Scriblink ein wenig abgeht ist ein Füllwerkzeug – somit ist es leider nicht ohne viel Aufwand möglich, ein gefülltes Rechteck zu erstellen. Natürlich kann man eine große Strichstärke einstellen und mehrere Rechtecke übereinander zeichnen. Aber das sollte einfacher gehen! Zu den Funktionalitäten, die unterhalb des Chatfensters angeboten werden, kann ich nicht viel sagen. Bisher habe ich weder Dateitransfers noch VoIP-Konferenzen verwendet. Mag aber daran liegen, dass ich bisher immer nebenbei per Skype oder Telefon mit meinem Partner verbunden war.

Da ja bekanntlich ein Bild mehr als tausend Worte aussagt, kann man seine Gedanken so oft wesentlich besser verdeutlichen als mit verbalen Erklärungen. Mir zumindest hat diese Webanwendung schon einige Male sehr gute Dienste erwiesen. Und da das Ganze auch noch kostenlos ist, hat man nicht viel zu verlieren, falls es einem letztendlich doch nicht gefällt.

Scriblink Online Whiteboard:
http://www.scriblink.com/

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