Beitrag vom 23 Januar 2010 10:34

Playback: Von iTunes zur PS3

Hin und wieder den Streaming-Client im Haus zu wechseln hat im MacVillage ja fast schon Tradition. Seit einigen Wochen verrichtet diesen Job nun »Playback« von »Yazsoft«. Seit kurzem ist das Programm auch mit einer deutschen Übersetzung für knapp 11 Euro zu haben. Mit Playback lassen sich neben der Playstation 3 und der Xbox 360 noch jede Menge andere UPnP-Clients mit Fotos, Musik und Videos beliefern. In unserem Fall ist der Empfänger eine glückliche PS3, denn das Programm lässt vorerst kaum Wünsche übrig und löst damit das seit Snow Leopard etwas stotternde »MediaLink« von »Nullriver« ab.

Die Einrichtung von Playback ist gewohnt einfach. Programm kopieren, öffnen und mit einem Klick die Medienfreigabe starten. Den Rest verrichtet der passende Sreaming-Server (Lighttpd) im Hintergrund. Angezapft werden neben iTunes auch die Libraries von iPhoto, Lightroom 2, Photo Booth, Aperture oder die Aufnahmen von EyeTV. Sowohl für Filme, Musik und Fotos lassen sich auch eigene Ordner definieren, die dann von der Software im Netz freigegeben werden. Auch die Serverbezeichnung, also mit welchen Namen die Freigabe z.B. auf der PS3 auftaucht, kann geändert werden.

Sind einmal die Häkchen für die gewünschte Freigabe gesetzt, sollte man sich über die QuickLook-Thumbnails an der PS3 freuen können. So bekommt theoretisch jedes freigegebene Video (und andere Dateien) auch ein kleines Vorschaubild zur Übersicht spendiert. Für gewöhnlich schnappt sich QuickLook einfach einen »Screenshot« vom Filmanfang, was in der Regel dann das Logo des Filmstudios sein dürfte. Verpasst man der Datei, beispielsweise über iTunes, ein Cover, sollte auch dieses als Thumbnail auf der PS3 auftauchen. Allerdings scheint Playback (oder die PS3) etwas wählerisch bei den hinterlegten Covern zu sein, weswegen manche Thumbnails einfach schwarz bleiben, was aber mit Sicherheit ein lösbares Problem sein dürfte. Im Hinterkopf sollte man auch behalten, dass im iTunes Store gekaufte Filme (dank DRM) nicht per Streaming an die PS3 weitergereicht werden können.

Da das Streaming aller Medien über das Programm ansonsten einwandfrei funktioniert, kann man sich um weitere Funktionen von Playback kümmern. So gibt es beispielsweise eine gerätegesteuerte Zugriffskontrolle, bei der man unter anderem angeben kann, welche Freigaben von welchen Gerät abgerufen werden dürfen. Dazu kommt ein einstellbares Bandbreitenlimit und die Möglichkeit Growl-Banchrichtigungen zu Empfangen, sobald ein neuer Stream gestartet wird. Letztere Info kann auch im Statusmenü angezeigt werden.

Alles in allem ist Playback ein gelungenes Programm, hat mit der deutschen Übersetzung noch das i-Tüpfelchen bekommen und läuft tadellos. Natürlich gibt es auch viele andere Wege die eigene iTunes-Library an die PS3 zu bringen, Playback scheint mir momentan aber einer der saubersten zu sein, vorausgesetzt es ist kein Problem, dass ein Mac als Streaming-Server ständig online sein muss.

Marc Grove
Gespeichert in: MV-Inside, Software

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