Firefox nach Art des Hauses: Teil I

Firefox Titelgrafik

Schon seit Jahren ist Firefox der Browser meiner Wahl. Während unter Windows und Linux eigentlich schon lange nichts Anderes zum Einsatz kam, war ich am Mac für etwa zwei Jahre als Safari-Surfer unterwegs. Aufgrund einiger Einschränkungen von Safari, insbesondere Erweiterungen betreffend, bin ich dann vor ein paar Monaten wieder zurück gewechselt. Natürlich ist Safari weit besser ins System integriert, aber auch dem Firefox kann man mit einigen Addons auf die Sprünge helfen und ihn so zu einer wirklich guten Alternative machen.

Natürlich ist mir bewusst, dass es bereits hunderte Anleitungen für Firefox und dessen Addons gibt. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass zu viele aktive Addons die Stabilität des Browsers beeinträchtigen können. Deswegen beschränke ich mich hier im Artikel (und auch für mich persönlich) auf ein paar Wenige, die ich als absolut notwendig erachte. Der große Fokus liegt natürlich auf Mac OS X, aber auch auf Windows will ich kurz eingehen.

Wenngleich Werbung vielen Webseiten das Überleben sichert, ist es in letzter Zeit zunehmend zur Qual geworden, ohne einen Werbeblocker durchs Netz zu surfen. Das allseits bekannte Adblock Plus leistet hier gute Dienste und ist vielseitig konfigurierbar. »EasyList Germany« ist dabei die Filterliste meiner Wahl und es kommt äußerst selten vor, dass zu viel geblockt wird. Ausnahmen lassen sich natürlich auch jederzeit festlegen, falls man auf manchen Seiten keinen Werbeblocker verwenden kann oder möchte.

Als früherer Opera-Benutzer stellen für mich Mausgesten eine nicht mehr wegzudenkende Erfindung dar. All-in-One Gestures rüstet dieses Feature im Firefox nach. Frei nach dem Motto »besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht« lassen sich hier Mausgesten für unzählige Features konfigurieren, aktivieren und deaktivieren. Ich persönlich verwende nur drei Funktionen (vor, zurück, Tab schließen) – diese dafür aber sehr häufig.

Wie man ja weiß, ist der Fuchsbrowser nicht gerade eine Rakete, was seine Geschwindigkeit angeht. Vielen ist das egal bzw. stört es sie nicht, wenn der Browser nicht übermäßig knackig ist. Speziell aber Anwender, die von Safari oder Chrome ein wenig verwöhnt sind, finden den Seitenaufbau in Firefox recht lähmend. Fasterfox Lite stellt einige versteckte Einstellungen im Browser um (die man auch händisch über »about:config« setzen könnte), damit Seiten merkbar flotter laden. Dabei gibt es mehrere Optimierungsstufen, wobei die Schnellste gewisse Spezifikationen aushebelt und nicht empfohlen ist.

Ebenfalls eine Erfindung, die ich Opera zuschreibe, ist der Stop-or-Reload Button. Zugegeben, dieses Feature ist nicht unbedingt weltbewegend, aber man spart sich halt einen Button in der Symbolleiste. Während eine Seite lädt, bricht der Button das Laden ab. Ist die Seite hingegen fertig geladen, ermöglicht derselbe Knopf die Webseite neu zu laden.

Wer des öfteren versehentlich Tabs schließt und diese mitsamt History (für den Zurück-Button) wieder herstellen möchte, ist mit Tab Mix Plus gut beraten. Auch farbliche Markierungen von Tabs, Erzwingen von Tabs statt Fenstern und alles erdenkliche Andere, was man sich mit Tabs vorstellen kann, lässt sich mithilfe dieses Addons anpassen.

Besitzern mehrerer Rechner ist es oft wichtig, die Lesezeichen über alle Browser und Rechner synchron zu halten. Eine Möglichkeit ist, mittels Exportieren und Importieren auf manuelle Weise abzugleichen. Dies ist zeitraubend und oft überschreibt man sich damit Änderungen. Weit einfacher ist es, auf Xmarks zurück zu greifen und das zu automatisieren. Lesern, denen Xmarks noch kein Begriff ist, empfehle ich meinen Artikel, der sich im Detail mit diesem Addon und anderen Möglichkeiten für den Abgleich befasst.

Auf aktuell erhältlichen Bildschirmen ist es meist nicht mehr wirklich ratsam, den Browser im Vollbild zu betreiben. Da die meisten Webseiten auf eine Auflösung von 1024 oder 1280 Pixel in der Breite ausgelegt sind, verwende ich Yet Another Window Resizer, um das Fenster auf 1280×1024 Pixel Größe zu bringen. Das geht recht praktisch über das Kontextmenü – zur Verfügung stehende Größen lassen sich selbst definieren.

Wenn man öfter in Foren schreibt oder per Webmail seine elektronische Post verfasst, halte ich eine Rechtschreibprüfung für Eingabefelder für sinnvoll. Firefox bringt bereits eine Schnittstelle für die Rechtschreibprüfung mit – die Wörterbücher installiert man sich nach Belieben dazu. In meinem Fall sind ein englisches und ein deutsches Wörterbuch installiert, wobei noch wesentlich mehr Sprachen zur Auswahl stehen.

Die Fortsetzung gibt’s hier:
Firefox nach Art des Hauses: Teil II

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  1. Hi,
    sehr schöne Auflistung. Gefällt mir sehr gut. Mir persönlich neu ist das Addon mitden Gesten. Bei xMarks und Adblock Plus muss ich dir zu 100% zustimmen.

    Gruß,
    Dennis

    P.S. Da fehlen nurnoch FireFox Addons auf dem iPhone ;)

  2. Pingback: MacVillage.de » Firefox nach Art des Hauses: Teil II

  3. @Dennis: Leider besitze ich kein iPhone, aber Gastartikel-Autoren sind immer gerne gesehen. Also falls du Lust hast, da etwas zu verfassen. ;) :)

    @faby: Die Tastatur-Shortcuts funktionieren bei Tab Mix Plus natürlich weiterhin und sind mir auch bekannt (bzw. verwende ich sie ebenfalls). Der Vorteil des Addons ist, dass man eine beliebige Anzahl an Tabs wiederherstellen kann und dass eben die gesamte Vor-Zurück-History des Tabs erhalten bleibt. Das ist im Normalfall meines Wissens nicht so.

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