Ferngesteuertes Fotospielzeug

Remote Server

Das Programm »DSLR Remote«, zum Fernsteuern von Canon-Kameras über das iPhone und den iPod touch, hatten wir bereits vorgestellt. Seit einigen Tagen ist das Programm, in einer Pro- und Lite-Version (Pro: 7,99 Euro, Lite: 1,59 Euro) im App Store zu haben und muss im MacVillage für einen Test herhalten. Die Installation der Komponenten ist einfach gestrickt. DSLR Remote aus dem App Store (1,1 MB) laden, installieren und zusätzlich den »DSLR Remote Server« (40 MB) von der Herstellerseite laden und auf einem Mac (oder PC) einrichten.

Nach Installation des Servers wird die Kamera per USB-Kabel an den Rechner angeschlossen. Nun nur noch das Programm starten und der Remote Server sollte umgehend anzeigen, welches Kameramodell angeschlossen ist (siehe Bild oben). Der nächste Schritt ist der Start des Programms auf dem iPhone oder dem iPod touch. Sofern sich iPhone und der Rechner im selben WLAN befinden – AdHoc-Verbindungen sind ebenfalls möglich – war es das an Einrichtung. Wird in dem iPhone-Programm nun »Fire« gedrückt, löst die Kamera bereits aus, speichert das Bild über USB auf dem Rechner (und auf der Speicherkarte der Kamera) und schickt ein Vorschaubild aufs iPhone. Kurzum: Kinderleichte Einrichtung, die keine fünf Minuten Zeit kostet, bis sie einsatzbereit ist.

Nach der ersten Fernauslösung machen sich dann die Unterschiede zwischen der Pro- und Lite-Version bemerkbar. Während die Lite-Version zwar Vorschaubilder der Aufnahmen oder den Batteriestatus der Kamera anzeigt, lässt sich mit der Pro-Version beispielsweise noch ISO, Blende oder der Weißabgleich einstellen. Und auch die Live-View-Funktion über das iPhone lässt sich nur mit der Pro-Version nutzen. Somit wird die Lite-Version eigentlich zu einer reinen Spielerei.

DSLR Remote kann auf jeden Fall halten, was es verspricht. Die Einstellungen werden einwandfrei vom iPhone an die Kamera übertragen, die Vorschaubilder tauchen schnell auf dem Display auf und selbst das Auslösen vom Mobiltelefon aus funktioniert ohne bemerkenswerte Verzögerung. Für Innenaufnahmen, bei denen ein WLAN zur Verfügung steht, kann man dem Tool also durchaus etwas abgewinnen, auch wenn es kein Hexenwerk ist. Denn Canon liefert auch eigene Remote-Software für die Fernauslösung am Rechner mit, lässt aber natürlich die Schnittstelle zu iPhone und iPod touch aus.

Bei DSLR Remote muss man sich also gut überlegen, ob es sinnvoll eingesetzt werden kann. Die größte Limitierung ist natürlich die ständig benötigte Kabelverbindung zwischen Rechner und Kamera, was dem Außeneinsatz ein wenig unhandlich macht. Umgehen kann man das Problem nur mit einem (teuren) WLAN-Transmitter. Somit fallen einem spontan nicht mehr allzu viele Szenarien (Selbstportraits etc.) ein, bei denen man DSLR Remote über das iPhone einsetzen könnte. Zumindest dann nicht, wenn man bereits am Laptop eine Remote-Lösung für die Kamera im Einsatz hat.

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