Beitrag vom 20 Januar 2009 08:45

Halbwertszeit für Xserve Raids

Zwei ca. fünf Jahre alte Xserve Raids sind bei »mir« im Einsatz, die bisher relativ brav ihre Daten an die Clients verteilten. Bis letztens gleich zwei Festplatten innerhalb einer Woche den Maschinengeist aufgaben. Und nein, es waren Hitachi-Platten, keine von Seagate. Natürlich hatte man beim Kauf der Raids bereits vorgesort und eine Ersatzplatte inklusive Tray ungeöffnet im Schrank liegen lassen. Fehlt also immer noch eine Platte, die ersetzt werden muss. Also lässt man sich von seinem »Apple-Schieber« ein Angebot zukommen, nachdem man die Seriennummern der Raids auf den Weg gebracht hat. Soweit ist das nichts ungewöhnliches.

Das Angebot ist dann eher ernüchternd: Für das eine Raid gibt es noch 750GB PATA-Platten, für das andere gibt es … keine Festplatten mehr. Einfach so. Für die 750GB werden außerdem fast 1000 Euro fällig. Das man nur 251GB große Platten benötigt, ist nur eine wortwörtlich kleine Nebensache. Auf die Frage, wie sich das Raid bei einem Mischbetrieb mit Standardfestplatten aus dem nächsten Laden verhält, die man einfach in die jetzt leeren Trays stecken könnte, erhält man zunächst nur ein Schulterzucken. Vielleicht weiß ja hier jemand bescheid, oder hatte schon das selbe Problem? Denn wer experimentiert schon gerne mit seinen Hot-Spares? Aber bei einem Lebenszyklus von knapp fünf Jahren ist es nicht verwunderlich, dass Apple die eigenen Raids schon aufgegeben hat. Ich werde sie dann auch rausschmeißen müssen.

Marc Grove
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