Beitrag vom 26 Dezember 2007 13:39

Zum Jahresende hin muss ich leider nochmal in unseren Blog weinen wie es so schön heißt. Grund dafür ist Apples Leopard und die anscheinenden Softwareschlampereien, die man sich in Cupertino gegönnt hat. Denn in meinem Umfeld gab es noch nie derartig viele Probleme mit einem neuen Apple-Betriebssystem.
Kleine Kostprobe gefällig? Freeze-Probleme mit den Alu-iMacs, Creative Suite 2 teilweise unbenutzbar unter Leopard, ständige Probleme mit den Apple Laptops (Ruhezustand, Trackpad und Tastatur, Airport- und Bildschirm-Probleme), Aperture und TimeMachine, SMB-, Netzwerk- und Druckprobleme, sehr lange Ausschaltzeiten, ungewollte Rechnerstarts und und und.
Die Liste lässt sich noch um einige Einträge erweitern und einiges ist glücklicherweise schon wieder Geschichte. Und nein, ich brauch jetzt niemanden der mir sagt, dass auf seiner Kiste doch alles einwandfrei läuft. Das mit den Apple-Engeln hatten wir ja bereits
Was ist da los in Cupertino? Die Hoffnungen liegen jetzt natürlich in dem prophezeiten »Monster-Update« im Januar oder Februar 2008. Ungefähr 300 – 400 MB soll das Combo-Update auf Mac OS X 10.5.2 auf die Waage bringen. Sollte sich das Gerücht tatsächlich bestätigen, kommt der Leopard wohl doch erst 2008 auf den Markt.








Ha, cool: So kann man das natürlich sehen. Alles in allem läuft es bei mir rund, allerdings lange nicht so wie 10.4.10 zuletzt. Bei meinen Mails gibt es keine Volltextsuche mehr (und keiner der vielen Lösungsansätze hat geholfen), bei der PPP-Verbindung (per Handy ins Internet) wird gelegentlich der ganze Rechner lahmgelegt. Viele andere mögliche Fehler und Probleme hast Du ja aufgezählt. Ich denke, Leopard war nicht wirklich fertig. Das ist ja das, was auch die Leute erzählt haben, die die Entwickler-Versionen testen konnten und sich wunderten, wie Apple das ernsthaft zum “Golden Master” erklären konnte.
Wenn ich dann noch ganz dreist die “Beta” des Safari für Windows hinzunehme und die Tatsache, dass auf dem iPhone auch nicht alles rund läuft, dann hat die Software-Abteilung bei Apple derzeit möglicherweise das eine oder andere Problem.
Sieht man dazu auf der anderen Seite die steigenden Gewinne Apples, dann ist in diese Firma ganz offenbar ein neuer Geist eingezogen: Innovativ ja, aber vor allem dann, wenn man ordentlich Geld damit verdienen kann. Das sorgt auf der einen Seite dafür, dass Apple finanziell glänzend dasteht. Das sorgt auf der anderen Seite dafür, dass auch mal an der falschen Stelle gespart wird.
Aber gut: Wenn dabei ein iPod touch rauskommt…
Die gestiegenen Marktanteile bezahlt Apple in der Tat mit halbgaren Produkten und somit auch mit der eigenen “Magie”. Je verbreiteter die Macs sind, desto unübersichtlicher wird es wohl für Apples Softwareabteilung. Und genau da liegt wohl der Knackpunkt.
Leopard würde ich am liebsten zurückgeben und vielleicht später nochmal kaufen. In meiner Agentur kann ich es im Moment einfach nicht einsetzen. So schön es auch ist.
Ich treibe mich zur Zeit fast ausschließlich in Ubuntu rum wegen den Zicken des Leopards, allerdings hat auch das ein paar Schwächen in Zusammenhang mit der Treiberunterstützung