Ubuntu Studio

Ubuntustudio – Black is beautiful

Ubuntustudio

Nachdem das mit dem Download von Ubuntustudio nicht so ganz geklappt hat, die Neugier jedoch nicht ganz besiegt werden konnte, wurde der Stammlieferant des MacVillage für Linux-CDs, linuxisos.de, mal wieder bemüht. Die Ubuntustudio-DVD hätte auch fast auf eine CD gepasst, weshalb es nicht ganz verständlich ist, warum es keinen Live-Modus auf der DVD gibt. Wahrscheinlich war die Latenz im Live-Modus für die Audioanwendungen zu groß. Wie auch immer, meine Neugier ist, geschürt von anderen Testberichten, groß. Leider gibt es keine PowerPC-Version von Ubuntustudio, so dass es nicht auf dem iBook oder der Playstation installiert werden kann. Zum Glück gibt es im MacVillage aber auch noch andere Testobjekte, auf denen man seinem Spieltrieb freien Lauf lassen kann.

Die Installation startet mit dem bekannten Bildschirm, bei dem lediglich das Ubuntu-Logo durch das meiner Meinung nach sehr gelungene Ubuntustudio-Logo getauscht wurde. Deutsche Benutzer werden hier wahrscheinlich vor der Installation auf deutsch umschalten. Bemerkenswert ist die Auswahl an Bildschirmauflösungen, die bereits jetzt angeboten werden. Blöderweise ist selbst bei dieser Auswahl die passende (1680×1050) wieder einmal nicht dabei.

Ubuntustudio

Der Debian-Installer arbeitet zuverlässig und einfach. Meistens muss man nur die Standardeinstellungen abnicken. Einziger Schwachpunkt ist die fehlende Information, wie groß denn nun die Partitionen sind, die die automatische Partitionierung anlegt.

Ubuntustudio

Merkwürdiger ist da schon der erste Start der Installation. Der Splashscreen ist nur kurz zu sehen, bevor ein Dateisystem-Check der kompletten Platte ausgelöst wird. Wahrscheinlich hat das System Probleme, wenn die Systemuhr nicht auf UTC eingestellt ist, anders kann ich mir das Verhalten nicht erklären.

Ubuntustudio

Einen Systemstart später scheint dann auch alles normal zu laufen. Die Standardinstallation mit allen Modulen, die man während der Installation auswählen kann, belegt übrigens knapp 3,5 GB, so dass die Überprüfung nicht allzu lange dauert.

Ubuntustudio

Ich bin mir noch nicht sicher, was mir der unscharfe Pixelhaufen genau sagen möchte. Er zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch die Schirme des Ubuntustudios, was mich in meiner Vermutung bestärkt, dass er eine tiefere Bedeutung haben muss.

Ubuntustudio

Der Desktop von Ubuntustudio ist in grau und schwarz gehalten und sieht sehr schick aus. Die Anmelde- und Abmeldesounds erinnern an die chillige Geräuschkulisse von flOw und das Hintergrundbild hat auffallende Ähnlichkeit mit dem eines anderen Betriebssystems. Sofort nach dem Einloggen springt der Update-Manager an und meldet einige Updates. Hier sieht man sehr schön, dass das Layout offensichtlich noch »Work in Progress« ist. Nicht alle Statusbalken haben diese Effektfarbgebung, die den Desktop räumlicher erscheinen lässt. Inaktive Objekte und Schriften sehen zudem schlicht bescheiden aus.

Ubuntustudio

Die Vorauswahl von Programmen nach verschiedenen Aufgabengebieten ist gelungen, installiert jedoch sehr viel Software, die man vielleicht gar nicht benötigt. Der für die meisten Audioanwendungen benötigte Soundserver JACK wird nicht beim Systemstart mitgestartet und muss von Hand vor dem Start der Audioanwendungen aktiviert werden. Das System fühlt sich subjektiv etwas träger an als sein Ubuntu-Äquivalent, was eventuell am modifizierten Kernel liegen kann. Insgesamt kann Ubuntustudio eine Erleichterung für Unbedarfte sein, die sich einen Überblick über das Spektrum der Linux-Anwendungen im Multimedia-Bereich verschaffen möchten. Ambitionierte Anwender werden sich da lieber ein eigenes System zusammenbauen, das an ihre Anforderungen angepasst ist und weniger Overhead beinhaltet.

  1. Hallo,

    Ich habe ubuntustudio auch mal, so zum Spass, installiert. Doch ich bin noch immer nicht ganz schlau geworden, was ubuntustudio kann, was bei ubuntu nicht dazu installiert werden könnte… ?!?!

    Gruss
    kiddog

  2. Wie man in http://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_Studio nachlesen kann, kann man Ubuntu Studio auch au einem bereits bestehenden System installieren. Chancen für Mac? 😉

  3. Nicht für PowerPCs, da die Pakete nur für i386 verfügbar sind. Die PPCs schauen da genauso in die Röhre wie AMD64 🙁 Es gäbe da noch die Möglichkeit selbst zu kompilieren, aber das ist dann doch recht umständlich…

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