Beitrag vom 7 Juni 2005 15:50

Nach der gestrigen Keynote von Steve Jobs und einigen neuen Informationen über die kommenden Macs mit Intelprozessoren sind die Meinungen über den Switch im Applelager stark geteilt. Die einen sprechen von einem »Verkauf der Seele« seitens Apple, die anderen sehen der Sache recht gelassen entgegen. Geht es nach Apple soll Mac OS X nicht auf herkömmlichen PC´s laufen, die Emulation alter Programme über »Rosetta« bis auf wenige Ausnahmen reibungslos funktionieren.
Warum soll Apple da seine »Seele« verkauft haben? Nur weil in einem Mac ein Intelprozessor läuft wird ja aus dem Rechner kein PC von der Stange. Manchmal hat man das Gefühl das der Applefan ein wenig Angst vor Neuerungen hat und nicht gerne über den Tellerrand sieht. Vor allem dann nicht, wenn auf der anderen Seite irgendetwas mit PC´s in Verbindung gebracht werden kann. Neue Features, die die Zusammenarbeit mit Intel hervorbringen könnte, bleiben (bisher) fast immer unerwähnt. DualCore-CPU´s könnten in greifbare Nähe kommen und auch in der Mainboardarchitektur könnte sich etwas tun, z.B. in Form von DDR2 Ram oder PCI-Express Grafikkarten. Warum also nicht? Es ist ja »nur« der Prozessor. IBM hat in den letzten zwei Jahren zu wenig interessantes geboten. Keine neuen PowerBooks, nur mäßige Speedbumps. Auch Softwaretechnisch erhoffen wir uns mehr Möglichkeiten bei Spieleportierungen auf den Mac und auch das der ein oder andere zusätzliche Entwickler vielleicht mal ins Applelager sieht. Das die aktuellen PowerMacs starke Rechner sind bleibt ohne Zweifel, das Intel mit dem Rest der PC-Welt mithalten kann aber auch.
Wir freuen uns zumindest auf den Umstieg und das wieder mehr Bewegung (und neues) in die Apple-Hardware kommt. Allerdings wäre da noch eine Sache die ein wenig zum schmunzeln einlädt. Unter http://www.apple.com/powermac/performance/ stehen die aktuellen Performancetabellen der G5 PowerMac. Meistens an letzter Stelle steht ein Intel Pentium 4 mit 3,6 GHz. Hoffentlich nicht der aus den Developer-Kits








Mir fehlt in letzter Zeit etwas der Durchblick (Ist man jetzt cool, wenn man einen iPod hat oder nicht? Und wenn ja: Ist man cool, weil in jeder hat, oder weil in nicht jeder hat?). Jetzt sind die Onkels von IBM raus und nehmen quasi den PPC mit … Sowas.
Ich persönlich glaube ja, der gute Steve hatte mit IBM von früher noch eine Rechnung offen, und jetzt hat er’s denen mal richtig gegeben. Die kriegen sich jetzt gar nicht mehr ein, sitzen schluchzend zwischen ihren PPC-Bestellungen von Sony und Microsoft und wissen nicht mehr weiter. Boah, wie die das jetzt bereuen, dem Steve keine 3 GHz geliefert zu haben, und für PowerBooks hat’s auch nicht gereicht. Diese Versager.
Jetzt muß ich aber los, xbox 360 kaufen. Und morgen versöhne ich mich mit all meinen Freunden, die nie glauben wollten, daß Intel scheiße ist.