Beitrag vom 9 März 2010 06:59

HDRtist – Kostenloser HDR-Einstieg

Seit dem 4. März geht die Einsteigerlösung »HDRtist« für High Dynamic Range-Fotos mit der Versionsnummer 1.2 an den Start. Das Programm ist weiterhin kostenlos verfügbar und macht die Bedienung für den Benutzer so einfach wie möglich. Mehr als einen Schieberegler und ein Drag&Drop-Feld für die zu verarbeitenden Fotos gibt es auch weiterhin nicht. Gespeichert wird das fertige HDR-Bild im JPG-Format und welche RAW-Dateien verarbeitet werden können, richtet sich nach dem systemeigenen »Apple ImageIO Kit«. Auch bei den Systemanforderungen begnügt sich das Programm mit wenig und läuft ab Mac OS X 10.4 und einem G4-Prozessor plus 512MB Arbeitsspeicher.

HDRtist beherrscht Pseudo-HDRs aus nur einer Bilddatei und natürlich die Verarbeitung der üblichen Belichtungsreihen, bestehend aus mehreren Fotos. Seit Version 1.2 kann man das Programm auch mit Bildordnern füttern und es erhält das eingebettete Farbprofile der Bilder auch im fertigen HDR. Ebenfalls neu ist die Anzeige der Metadaten der Fotos und die Möglichkeit die Symbolleiste anzupassen. Ist eine Belichtungsreihe mal nicht 100% deckungsgleich, kann das Programm versuchen, mit Hilfe von Verzerrungen, einen Ausgleich zu schaffen.

HDRtist ist damit alles andere als ein Einstellungsmonster, liefert aber trotzdem gute Ergebnisse. Und wie bei jedem anderen HDR-Programm auch, macht es aus einem schlechtem Bild kein besseres, nur weil man es danach als HDR bezeichnen darf. Stimmen aber die Ausgangsmaterialien, arbeitet das Programm wiederum recht ordentlich und eignet sich auch für die schnelle Korrektur an Einzelbildern. Und da die Software auch noch kostenlos ist, dürfte sie schnell zum festen Bestandteil auf der Festplatte der (Hobby-)Fotografen werden. Wer auf der Suche nach etwas mehr Einstellungsmöglichkeiten ist, wird vielleicht mit »Photomatix Pro« glücklicher, muss hier aber auch 83,30 Euro abdrücken.

HDRtist Webseite:
http://www.ohanaware.com/hdrtist/

HDR-Guide:
http://www.ohanaware.com/hdrtist/CompleteHDRGuide2010.pdf

Beispiel für eine Belichtungsreihe:

Marc Grove
Gespeichert in: Fotografie, MV-Inside, Software

Beitrag vom 7 März 2010 16:18

MySQL Workbench

Gerade im Webbereich – nicht zuletzt dank einer großen Anzahl an Webhostern, die auf diese Datenbank setzen – erfreut sich MySQL großer Beliebtheit. Im Regelfall verbindet man sich mit einem Konsolenclient auf den Server oder setzt auf phpMyAdmin zur Administration der Datenbanken. Das ist zwar recht kompatibel und gängig, aber meiner Meinung nach nicht der komfortabelste Weg. Nicht in allen, aber in den meisten Fällen, finde ich einen »echten« grafischen Client wesentlich angenehmer als Weblösungen und Konsolenprogramme. Mit »MySQL Workbench« möchte ich euch so ein Programm vorstellen, das noch dazu Freeware ist. (weiterlesen)

Christoph Kamon
Gespeichert in: Software

Beitrag vom 3 März 2010 11:39

Entourage-Stolpersteine mit Exchange 2010

Wer den Vorstoß auf einen Micrososft Exchange Server 2010 wagt und Mac-Clients mit Office 2008 im Einsatz hat, sollte sich auf ein zusätzlich benötigtes Update von Entourage einstellen. Die Standardversion des Mail-Clients funktioniert nämlich schlicht nicht mehr mit Exchange 2010, da dort WebDAV eingestellt wurde. Somit bliebe als Verbindungsglied nur noch die Einrichtung von POP- oder IMAP-Konten.

Damit Entourage wieder wie üblich seinen Dienst verrichtet, muss das Programm auf die »Microsoft Entourage 2008 for Mac, Web Services Edition« aktualisieren werden. Dieses Update stellt Micrososft kostenlos zur Verfügung. Statt WebDAV kommt dann das namensgebende »Exchange Web Services« zum Einsatz. Nach der Installation nimmt Entourage dann mit den gewohnten Daten wieder Kontakt zum Mailserver auf. Sollte man das Update nicht gleich einplanen, merkt man wenigstens sofort, dass der OWA mittlerweile auch richtig gut mit Safari und Firefox auskommt :D

Marc Grove
Gespeichert in: MV-Inside, Software

Beitrag vom 22 Februar 2010 20:35

TuxGuitar … rockt!

Für die meisten Gitarristen, die auch mit einem Computer etwas anfangen können, gehört Guitar Pro zu absoluten Pflichtprogrammen. Dabei stehen zweierlei Funktionalitäten im Vordergrund. Einerseits lassen sich recht bequem Noten bzw. Tabulaturen am Bildschirm erstellen. Andererseits hilft das Programm beim Einstudieren eines neuen Liedes, da man per Midi-Sequencer auch »hinein hören« kann, wie das Ergebnis klingen soll. Im Folgenden möchte ich euch aber nicht Guitar Pro vorstellen, sondern TuxGuitar, das im Wesentlichen einen Klon davon darstellt. Der große Vorteil daran ist, dass es kostenlos und OpenSource ist. Doch alles der Reihe nach.

TuxGuitar ermöglicht betrachten, erstellen und anhören von mehrspurigen Tabulaturen. Hauptfokus liegt dabei natürlich, wie der Name schon sagt, bei den Gitarren. Aber auch für Keyboard, Percussion, Schlagzeug und Bass stellt es eine große Unterstützung dar. Wie auch das Vorbild weist das Programm im wesentlichen drei Bereiche auf. (weiterlesen)

Christoph Kamon
Gespeichert in: Software

Beitrag vom 19 Februar 2010 09:52

Icondiebstahl mit Vorschau

Unser Leser Frank M. wüsste gerne wie wir die großen Icons in unseren Artikelbilder aus den Programmen extrahieren. Nichts leichter als das, denn auch hier reichen die Bordmittel von Mac OS X aus. Der Schlüssel zum Icon ist ein einfaches Copy&Paste und das Programm »Vorschau«.

Man markiert die entsprechende Datei mit dem Wunschicon und kopiert das Bild mit dem Shortcut cmd+c in die Zwischenablage. Nun wechselt man in die Vorschau und erstellt ein neues Dokument (cmd+n). Die Vorschau bemerkt das Icon in der Zwischenablage und stellt es darauf mit den hinterlegten Größen dar. Jetzt reicht ein »Speichern unter« und das Icon kann beispielsweise über ein .tif oder ein .png mit transparentem Hintergrund auf der Festplatte landen.

Marc Grove
Gespeichert in: MV-Inside, Software

Beitrag vom 9 Februar 2010 09:04

Fehler -50: Apple-Raid ohne Verstand

Wer bei einem älteren Apple Xserve Raid plötzlich beim Ablegen von Dateien einen Fehler -50 bekommt, sollte nicht den Überwachungstools von Apple trauen. Tritt der besagte Fehler auf, lassen sich weder lokal vom Server noch über AFP/SMB Daten auf das Raid befördern, wohl aber gewohnt alle Daten lesen. Entweder wird das Ablegen mit einem Fehler -50 abgewiesen, oder die Verbindung behauptet, dass der Name der Datei zu lang wäre und deswegen nicht auf dem Raid landen darf.

Ein Blick in den Raid-Admin und auf den Xserve lässt dabei nichts übles erahnen. Der Server schnurrt gemütlich mit gelegentlichen AFP-(Lese-)Zugriffen vor sich her, alle Festplatten und das passende Array stehen im Raid-Admin auf Grün und auch die Ereignisse protokollieren keinerlei Fehler. Die FibreChannel-Verbindung fühlt sich ebenfalls wohl und auch die Controller melden keine Probleme an den Xserve. Kurzum: Laut Diagnosetools ist alles in bester Ordnung, das Raid voll einsatzfähig und jedes Lämpchen steht auf Grün.

Eine Ahnung vom eigentlichen Problem bekommt man leider erst, wenn man direkt vor dem Xserve Raid steht und sich die LEDs an der Vorderseite des Systems genauer ansieht. Da sich nach einem Neustart wieder für unbestimmte Zeit Daten auf dem Raid ablegen lassen, zeigen nur die LEDs am Gerät selbst eine Unregelmäßigkeit bei den Schreibzugriffen. Eine Festplatte im Array »zieht nach« und blinkt nicht im Takt der restlichen Platten mit. Stattdessen bekommt die Festplatte bei Zugriffen ein blaues Dauerleuchten der LED spendiert, obwohl die Schreibzugriffe schon längst abgehandelt sein müssten.

Offensichtlich hat das Raid also Probleme mit einer Festplatte und kann dort keine Daten mehr ordentlich ablegen, ohne extrem langsam zu werden, oder die oben angesprochenen Fehlermeldungen auszuwerfen. Auch nach weiteren Prüfungen im Raid-Admin behauptet das System hartnäckig, dass alles in Ordnung sei. Damit ließ sich das Problem nur durch das Entfernen der angeblich einwandfrei laufenden Festplatte beheben und schon während des Rebuilds hatte sich das Problem erledigt. Bleibt natürlich die Frage offen, warum das Festplatten-Dienstprogramm und der Raid Admin keinerlei Beweise für die offensichtliche Fehlfunktion liefern wollten.

Marc Grove
Gespeichert in: Hardware, MV-Inside, Software

Beitrag vom 1 Februar 2010 21:58

Ode an das Terminal

Seit Mac OS X 10.5 erhalten die Screenshots von einzelnen Fenstern einen schicken Schlagschatten. Dass man diesen mithilfe eines kleinen Konsolenbefehls deaktivieren kann, ist ebenfalls nichts Neues. Nur was, wenn man diese Einstellung öfter verändern möchte? Jedes Mal den Befehl einzutippen ist da natürlich nicht notwendig!

Wenngleich es garantiert auch kleine Hilfsprogramme gibt, die diese Einstellung zu ändern vermögen, so gehe ich wieder einmal einen alternativen Weg. Die beschriebene Vorgehensweise bietet dabei zwei Vorteile. Zum einen ist es so möglich, auch beliebige andere Konsolenbefehle komfortabel startfähig zu machen. Damit meine ich, dass sich diese per Quicksilver, Spotlight oder Doppelklick auf ein Icon starten lassen. Zum anderen erspart man sich die Benutzung eines zusätzlichen Programms, das möglicherweise mehr verändert, als man eigentlich möchte. (weiterlesen)

Christoph Kamon
Gespeichert in: Software

Beitrag vom 27 Januar 2010 18:22

iPad – iPhone on Steroids

Jetzt ist es endlich raus. Hier also unsere (sich aktualisierenden) Gedanken zum Apple-Tablet iPad in Stichworten:

  • Die (DIN A4?)-Größe ist gut für eine Verwendung als eBook-Reader
  • Der Rand ist aber schon ziemlich dick
  • Was?! Kein Flash?!
  • Ansonsten schick wie immer
  • Die Mail-Oberfläche wäre auch auf den großen Macs nett
  • iCal kann ja sogar elegant daher kommen
  • Mit Kompass, aber leider ohne UMTS und optionalem UMTS
  • …und wieder kein Multitasking
  • iBook Store angekündigt. Neues App »iBooks« für eBooks im ePub-Format macht das iPad zum eReader
  • iWork wurde mit einer komplett neuen Oberfläche auf das iPad portiert, für je 10$ im App Store erhältlich

Die technischen Daten:

  • 10 Stunden Akkulaufzeit und über einen Monat Standby, aber wer lässt das iPad schon so lange ungenutzt rumliegen?
  • 9,7 Zoll Multitouch-Display mit einer Auflösung von 1024×768 (132 ppi)
  • 1GHz Apple A4 Chip
  • knapp 700 Gramm schwer
  • kommt mit 16, 32 oder 64 GB Flash-Speicher daher
  • verbindet sich per WLAN (802.11n) oder Bluetooth mit der Außenwelt
  • Das UMTS-Modul braucht eine neue GSM microSIM
  • kompatibel mit allen iPhone-Apps
  • Statt Anschlüssen gibt es Dock-Connectoren für alles: VGA-Adapter, USB-Stecker für den Anschluss an den PC, USB-Buchse für den Anschluss einer Kamera und sogar einen SD-Kartenleser kann man dazu kaufen
  • Preise: 499 $ für 16 GB, 599 $ für 32 GB, 699 $ für 64 GB, die 3G-Modelle kosten jeweils 129 $ Aufpreis
  • Lieferung erfolgt Ende März, die 3G-Modelle werden ab Ende April geliefert
Dennis Dirdjaja
Gespeichert in: Gadgets

Beitrag vom 23 Januar 2010 10:34

Playback: Von iTunes zur PS3

Hin und wieder den Streaming-Client im Haus zu wechseln hat im MacVillage ja fast schon Tradition. Seit einigen Wochen verrichtet diesen Job nun »Playback« von »Yazsoft«. Seit kurzem ist das Programm auch mit einer deutschen Übersetzung für knapp 11 Euro zu haben. Mit Playback lassen sich neben der Playstation 3 und der Xbox 360 noch jede Menge andere UPnP-Clients mit Fotos, Musik und Videos beliefern. In unserem Fall ist der Empfänger eine glückliche PS3, denn das Programm lässt vorerst kaum Wünsche übrig und löst damit das seit Snow Leopard etwas stotternde »MediaLink« von »Nullriver« ab.

Die Einrichtung von Playback ist gewohnt einfach. Programm kopieren, öffnen und mit einem Klick die Medienfreigabe starten. Den Rest verrichtet der passende Sreaming-Server (Lighttpd) im Hintergrund. Angezapft werden neben iTunes auch die Libraries von iPhoto, Lightroom 2, Photo Booth, Aperture oder die Aufnahmen von EyeTV. Sowohl für Filme, Musik und Fotos lassen sich auch eigene Ordner definieren, die dann von der Software im Netz freigegeben werden. Auch die Serverbezeichnung, also mit welchen Namen die Freigabe z.B. auf der PS3 auftaucht, kann geändert werden. (weiterlesen)

Marc Grove
Gespeichert in: MV-Inside, Software

Beitrag vom 21 Januar 2010 12:57

Langsame Finderzugriffe über SMB

Seit 10.5.x und 10.6.x verfolgen mich einige Probleme beim Zugriff auf SMB-Freigaben, die sich grundsätzlich in zwei Formen zeigen: Zum einen benötigt das Auftauchen der Anmeldemaske beim Zugriff auf die SMB-Freigabe, in meinem Fall ein Windows Server 2008 in einer VMWare-Umgebung, manchmal bis zu 30 Sekunden. Zum anderen stellt der Finder den Inhalt mancher Ordner auf dem Server nur nach kräftiger Denkzeit dar, was ebenfalls 20-30 Sekunden dauern kann. Beide Probleme tauchen hin und wieder mal in den üblichen Foren und Webseiten auf (z.B. hier, hier und hier), sind dort aber nicht so stark vertreten, dass man sofort einen generellen Bug im Mac OS X vermuten würde. Also läuft es wohl auf die berühmte »ungünstige Kombination« hinaus, für die ein Lösungsansatz entsprechend schwer zu finden ist. Lösungsvorschläge reichen deswegen von »Schuld ist bestimmt der Windows-Server« bishin zu »Das muss ein Bug im Snow Leopard sein« oder »DNS/Domänencontroller/Proxy/Sonstwas taugt nix«.

Das Problem mit der nur träge auftauchenden Anmeldemaske hat sich schon vor einiger Zeit dank eines vorhandenen Mac-Servers (10.5.8) erledigt. Denn sobald alle Schneeleoparden im Stall unter System > Library > Core Services > Verzeichnisdienste den eben genannten OS X-Server im LDAPv3 zugewiesen bekommen, taucht die Anmeldemaske bei SMB-Shares wieder direkt nach dem Klick auf »Verbinden« auf. Entsprechend hat auch der Mac OS X Server keine Hemmungen ohne Verzögerung mit dem Windows-Server über SMB Kontakt aufzunehmen. Ohne Verzeichnisdiensteintrag ist es hingegen auf den Clients völlig egal, ob man sich mittels Namen oder IP-Adresse am Server anmelden möchte. Beides führt zu der genannten Verzögerung, die nebenbei erwähnt nicht bei 10.4.11-Clients auftritt.

Mehr Kopfschmerzen machen hingegen die Probleme mit den teils langsamen Finderzugriffen auf die freigegebenen Ordner des Windows 2008 Servers, an denen auch ein Update auf Mac OS X 10.6.2 nichts ändern konnte. Von Zeit zu Zeit klickt man also auf einen Ordner, der seinen Inhalt erst nach langer Wartezeit (>10 Sekunden) preis gibt. Klickt man ein weiteres mal auf den Ordner, erscheinen die Inhalte hingegen blitzschnell. Betroffen sind also nicht »feste« Ordner (oder bestimmte oder besonders viele Inhalte darin), sondern das ganze passiert anscheinend rein zufällig und scheint auf den ersten Blick ein Problem des Finders zu sein, da ein entsprechendes ls im Terminal den Ordnerinhalt sofort anzeigt, während der Finder noch am Rätseln ist, was sich darin befinden könnte.

Ein Rätsel bleibt auch, wie man den Finder/SMB-Fehler(?) umgeht. Zumindest bei mir haben bisher alle Tipps und Tricks versagt und das passende »Häkchen« wurde weder auf Windows- noch auf Apple-Seite gefunden. Zudem sind die allgemeinen Transferraten auf den SMB-Shares einwandfrei. Hier und da konnte man zwar lesen, dass 10.6.2 das Finder-Problem weniger häufig auftreten lässt, aber das Rätselraten zwischen Leopard und SMB will irgendwie kein Ende nehmen.

Marc Grove
Gespeichert in: MV-Inside