Ungelesene Mails im Exchange-Account unter iOS9

Ungelesene Mails im Exchange-Account

Unter iOS 9 kann es in Apples Mail-App vorkommen, dass fälschlicherweise ungelesene Mails in Exchange-Postfächern angezeigt werden, obwohl der Nachrichtenberg schon brav abgearbeitet ist und als gelesen markiert werden sollte. Ein Neustart schafft keine Abhilfe und auch das letzte iOS-Update auf Version 9.3 lässt die ungelesenen Mails relativ unbeeindruckt weiterhin im Posteingang auftauchen.

Ungelesene Mails – Lösungsansatz:

Der pragmatischste Lösungsansatz die angeblich ungelesenen Mails wieder loszuwerden ist die Mail-Synchronisation einmalig zu deaktivieren und neu anzustoßen. Dazu begibt man sich in den »Einstellungen« zu dem Punkt »Mail, Kontakte, Kalender«. Dort angekommen wählt man seinen Exchange-Account aus und deaktiviert den Punkt »Mail«. Danach sollte die Mail-App beendet werden und ein Neustart des Gerätes erfolgen.

Wieder im gestarteten System angekommen geht man erneut zu dem Punkt »Mail, Kontakte, Kalender« und aktiviert die Mail-Synchronisation wieder. Nach etwas Wartezeit für den Sync sind dann die ungelesenen Mails verschwunden und der Account wieder auf dem aktuellen Stand.

Nvidia Shield TV Review – Gamestreaming ohne Spiele

Nvidia Shield TV

Nvidia vermarktet die hauseigene Streaming-Box Nvidia Shield TV meistens als die potenteste Android TV-Lösung, die momentan zu haben ist. Dank großzügiger Hardware sind damit Serien und Filme in 4K kein Problem und sowohl Amazon, Google als auch Apple müssen sich im Hardwarevergleich (von Nvidia) geschlagen geben. Mit ShieldTV lassen sich also 4K-Inhalte – sofern vorhanden 😉 – von YouTube, Netflix, XBMC und PLEX auf den Fernseher streamen. Dazu gibt es 10-Bit-Farbtiefe, was selbst Macs mittlerweile können, satten Dolby 7.1 Surround-Sound und eine Fernbedienung mit Sprachsteuerung. Letztere seltsamerweise gegen Aufpreis. Zwar liegt dem ShieldTV standardmäßig ein Game-Controller bei, die Fernbedienung gab es bisher nur aktionsbedingt als kostenlose Dreingabe dazu und kostet für gewöhnlich um die 50 Euro extra.

Und was macht man nun mit der potentesten TV-Streaming-Lösung? In meinem Fall: Alles, nur keine Filme streamen. Denn das eigentliche Potenzial der Box läuft unter dem Namen »GeForce NOW« und ist der Game-Streaming-Dienst für Spieler mit dicker Internetleitung und dem Wunsch, in Zukunft keinen PC mehr unter dem Schreibtisch, oder am Fernseher, stehen zu haben. Die Idee dabei ist nicht neu. GeForce NOW startet das gewünschte Spiel auf einem entfernten Server, verarbeitet dort alles mit passender Hardware und schickt nur das Bild an die Streaming-Box.

Im Falle von Nvidia Shield TV kostet dieser Dienst 9,99 Euro im Monat und benötigt – um sauber zu laufen – mindestens 50MBit im Download. Ähnlich wie bei Netflix und Co mit Filmen, bekommt man für sein Geld dann ein mehr oder weniger festes Spielepaket, aus dem man sich beliebig bedienen kann. In dem Paket sind logischerweise nicht die topaktuellsten Titel enthalten, sondern ältere Kaliber wie beispielsweise »How to Survive«, »Tomb Raider (2013)«, »Operation Flashpoint: Dragon Rising«, »The Vanishing of Ethan Carter Redux« oder »Sniper Elite V2«.

Weiterlesen

Yosemite: Sprachpakete deinstallieren

Monolingual

Eine frische Yosemite-Installation – oder ein Update – bietet sich immer für einige Aufräumaktionen im System an. Auf Rechnern mit knappen SSD-Speicher lohnt sich zudem jedes eingesparte Gigabyte. Einige GB lassen sich beispielsweise über die Deinstallation von nicht benötigten Sprachpaketen rausholen. Mehr als Deutsch und Englisch muss es in meinem Fall eigentlich nicht sein, da »Assamesisch«, »Farsi« oder »Cherokee« bisher eher selten zum Einsatz kamen.

Das Entfernen der Sprachpakete hat übrigens auch den Vorteil, das die gut gelaunten Kollegen einem nicht morgens die Sprache auf »Bislama« umstellen (können), hat man mal die Passwortsperre des Rechners vergessen.

Das Tool der Wahl zur Deinstallation der nicht benötigten Sprachpakete heißt im Fall von Yosemite passenderweise »Monolingual« und ist kostenlos zum Download erhältlich. Nicht mal 10 MB belegt das Programm auf der Festplatte. Mehr als Monolingual öffnen, die Sprachpakete zur Deinstallation auswählen und »Entfernen« klicken muss man nicht. In meinem Fall ist das System nach nicht mal 5 Minuten um über 3 GB »leichter«:

Monolingual

Yosemite: Alias und Speicherort des iCloud Drive

Ein Alias für das iCloud Drive

Apple versucht wohl den Cloud-Ordner vor »direktem Zugriff« etwas zu verstecken und legt das iCloud Drive deswegen in die Seitenleiste der Mac OS X-Fenster zu den Favoriten. Von dort aus lässt sich das iCloud Drive ähnlich verwenden wie eine Dropbox oder ein Google Drive. Generell lassen sich alle möglichen Dateitypen in dem iCloud-Drive ablegen, solange sie nicht größer als 15 GB sind. Zugriff auf die darin abgelegten Daten hat man ebenfalls über iCloud.com.

Den eigentlichen Ablageordner des iCloud Drive findet man unter Benutzer/eigener Benutzername/Library/Mobile Documents/iCloud Drive. Von diesem Ordner lässt sich dann auch ein Alias auf den Schreibtisch legen, über welches man Daten etwas direkter in den Cloudspeicher befördern kann. Apple trickst aber mit der Sichtbarkeit der Ordnerinhalte von »Mobile Documents«, so dass man über den oben beschriebenen Pfad nicht direkt den Ordner »iCloud Drive« zu Gesicht bekommt. Zumindest nicht mit den Standardeinstellungen von Yosemite. Für ein passendes Alias muss man also etwas tricksen:

1) Mit gedrückter alt-Taste im Finder-Menü auf »Gehe zu« klicken
2) »Library« auswählen
3) Ein Alias des Ordners »Mobile Documents« auf den Schreibtisch legen
4) Doppelklick auf das eben erstellte »Mobile Documents«-Alias
5) Nun sieht man alle Ordner und Daten, die im iCloud Drive abgelegt sind
6) Hier taucht jetzt auch der Ordner »iCloud Drive« auf, von dem man ebenfalls ein Alias auf dem Schreibtisch ablegen kann

Das entspricht anscheinend nicht der Arbeitsweise, die sich Apple mit dem iCloud Drive vorstellt, ist aber ein zusätzlicher Weg Daten schnell in die iCloud zu befördern. So richtiges »Dropbox-Feeling« mag bei mir aber trotzdem nicht aufkommen. Wer übrigens auf einem iPhone oder iPad ebenfalls einen Finder-ähnlichen Zugriff bevorzugt, sollte im App Store nach dem kostenlosen »Cloud Drive Explorer« Ausschau halten. Mit der Universal-App hat man auch mobil eine gute Übersicht über »alle« darin abgelegten Daten.

Ein bisschen unklar ist mir noch, was Benutzer mit aufgemotztem iCloud-Speicherplatz machen, sollte die interne Festplatte nicht genug Platz für die Cloud-Daten bieten. Immerhin bietet Apple bis zu 1 TB Speicher an, der dann mit 19,99 Euro im Monat zu Buche schlägt. 500 GB gibt es für 9,99 Euro/Monat, 200 GB für 3,99 Euro/Monat und für 99 Cent im Monat bekommt man immerhin noch 20 GB angeboten. Wie man den Speicherort des iCloud Drive umbiegt – beispielsweise auf eine externe Festplatte – scheint vorerst wohl noch Apples Geheimnis zu bleiben.

Yosemite: Systemvoraussetzungen für Continuity und Handoff

Yosemite - Bluetooth 4.0

»Handoff« und »Continuity« werden Besitzer älterer Macs etwas ärgern, da die allgemeine Hardware-Kompatibilität von der zu Mac OS X 10.10 abweicht. Wer die netten Features zwischen Rechner und Mobilgerät nutzen möchte, benötigt relativ aktuelle Hardware, bzw. Bluetooth 4.0 in seinem Gerät. Die Bluetooth-Version kann man auf dem Mac unter Yosemite prüfen, indem man in der Finderleiste auf den Apfel klickt und dort »Über diesen Mac« > »Systembericht« > »Bluetooth« auswählt. Steht dort, neben dem Eintrag »LMP-Version«, eine kleinere Zahl als 0x6, ist die Hardware leider zu alt für die neuen Spielereien.

Apple bietet hierzu eine Anleitung zur Aktivierung von Handoff und eine Hardware-Kompatibilitätsliste an. Bei den Macs funktionieren Continuity und Handoff mit folgenden Rechnern:

– MacBook Air (Mid 2012 and later)
– MacBook Pro (Mid 2012 and later)
– iMac (Late 2012 and later)
– Mac mini (Late 2012 and later)
– Mac Pro (Late 2013).
– Xserve? (Muhahahahaha …)

Bei Apples Mobilgeräten sind folgende Modelle mit
Continuity und Handoff (teil-)kompatibel:

– Phone 5 or later
– iPhone 4s (sharing iPhone calls only)
– iPad (4th generation)
– iPad Air
– iPad Air 2
– iPad mini
– iPad mini with Retina display
– iPad mini 3
– iPod touch (5th generation).

iPhone-Update auf iOS 8.0.1 – Kein Netz

iOS 8 - Wallpaper Galaxy

Apple behebt mit dem Update auf iOS 8.0.1 leider nicht nur kleinere Fehler in der Software, sondern scheint auch einen neuen – etwas schwerwiegenderen – Bug einzuschleusen, der die Netzverbindung der SIM-Karte kappt und das iPhone mit einem schnöden »Kein Netz« zurücklässt. Wer also an seiner Mobilfunkverbindung, in Kombination mit einem iPhone 6 (oder auch anderen, prähistorischen iPhone-Modellen?) hängt, sollte einige Stunden warten, bzw. die Software-Version mit dem nächsten Bugfix abwarten. Weitere Probleme gibt es mit der Touch ID, die nach dem Update ebenfalls nicht mehr korrekt funktionieren kann.

UPDATE 01 | 20:23 Uhr:
Apple hat das Update zurückgezogen.

Changelog iOS 8.0.1:
– Kein Netz 😉
– Behebt einen Fehler, so dass HealthKit-Apps jetzt über den App Store verfügbar gemacht werden können
– Behebt einen Fehler in Verbindung mit Dritthersteller-Tastaturen und der Passcode-Eingabe
– Behebt einen Fehler, der dazu führen konnte, dass einige Apps nicht auf die iPhoto-Library zugreifen konnten
– Verbessert die Zuverlässigkeit von Reachability auf dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus
– Behebt einen Fehler, der zu unerwarteter mobiler Datennutzung führen konnte beim Empfang von SMS und MMS
– Bessere Unterstützung von „Ask to buy“ für Family Sharing und In-App-Käufen
– Behebt einen Fehler, der dazu führen konnte, dass Klingeltöne machmal aus iCloud-Backups nicht wiederhergestellt werden konnten
– Behebt einen Fehler, der das Hochladen von Bildern und Videos in Safari verhindern konnte

Probleme mit Firefox 30 und Sharepoint 2010

Firefox

Wer Firefox unter Mac OS X auf Version 30 aktualisiert, bekommt beim Aufruf einer Sharepoint-Seite im Browser nur noch einen weißen Bildschirm angezeigt und nicht die gewohnte Anmeldemaske. Bei Firefox heißt es dazu nur lapidar »NTLMv1 auth has been disabled, NTLM support on non-Windows platforms is now deprecated«.

So schlimm Microsoft Sharepoint 2010 auch sein mag, hin und wieder ist es ja doch noch im Einsatz und muss auch im Firefox laufen. Damit sich Firefox 30 und Sharepoint 2010 wieder etwas mehr mögen gibt es folgenden Workaround:

1) about:config in die Adresszeile von Firefox eingeben
2) Ich werde vorsichtig sein, versprochen!
3) Den Eintrag network.negotiate-auth.allow-insecure-ntlm-v1 suchen
4) Doppelklick auf den Eintrag, um diesen auf den Wert true zu ändern

Qnap TS-879U-RP produziert defekte Adobe-Dateien [Update]

Qnap Admin GUI

Die NAS-Systeme von Qnap sind günstig, oft schneller als viele der professioneller geltenden Speichersysteme und in der Regel einfacher zu administrieren als jeder Windows-Server. Die Einfachheit und der Preis können allerdings aber auch einen Nachteil haben, denn hast du ein Problem: Hast du ein Problem! Über Support und Ausfallsicherheit von Qnaps und ähnlichen Systemen wurde schon oft im professionellem Umfeld diskutiert, weswegen die Geräte oftmals ein bisschen belächelt werden. Und schließlich ist ja oftmals der Support das, was eigentlich richtig Geld kostet.

Sieht man dann aber über 90 MB/s vom iMac über Ethernet auf die Platten rasen – und das supertolle VMWare- oder Windows-Speichersystem im Rack nebendran bietet für den 3fachen Preis gerade mal die Hälfte an Übertragungsrate an – überlegt man sich gerne noch mal Sinn und Unsinn der günstigen NAS-Systeme … zumindest im Zusammenspiel mit Macs und zumal man sich bei normalen IT-Budgets für Fileserver stattdessen oftmals 3-4 Qnaps ins Rack hängen könnte.

Aber zurück zum Problemkind, einem nicht ganz so unprofessionellem »TS-879U-RP« mit acht Festplatteneinschüben. Nachdem die neue »Glitzer-iPad-GUI« (=Firmware 4.0.x) auf dem Qnap Einzug hielt war noch alles in Ordnung. Geändert hat sich das mit einem weiteren Firmware-Update auf Version 4.0.5 Build 20131023. Die Folge des Updates waren defekte Dateien aus diversen Adobe-Programmen, sofern sie über afp:// auf das Qnap gelangt sind. Betroffen sind unter anderem .ai, .psd oder .eps-Daten. Reproduzieren lässt sich das Problem beispielsweise folgendermaßen:

Weiterlesen

SMB-Probleme unter Mavericks – smb2_smb_read_write_async

CIFS

Wer mit Mac OS X Mavericks Probleme beim Zugriff auf SMB-Volumes hat, findet eventuell diese oder ähnliche Fehlermeldungen in der Konsole:

kernel[0]: smb_iod_sendall: Timed out waiting on the response for 0x0 message_id = 8 state 0x1
kernel[0]: smb2_smb_read_write_async: smb_rq_reply failed 60

Taucht der Fehler auf, laufen Anfragen über smb:// meist ins Leere, die eingegebenen Log-In-Daten werden nicht akzeptiert oder ein Verbindungsaufbau auf den Server wird nach vielen Minuten Wartezeit einfach abgebrochen. Betroffen können dabei nicht nur kleine NAS-Systeme sein, sondern auch durchaus hochprofessionelle Speichersysteme.

Da das Problem nur hin und wieder mit »unglücklichen Hardware/Softwarekombinationen« auftaucht, ist der schnellste Lösungsansatz meist ein einfacher Workaround. Hat man bisher mit „Gehe zu“ > „Mit Server verbinden“ und einem smb:// die Verbindung aufgebaut, wechselt man einfach auf cifs://IP_DES_SERVERS oder cifs://NAME_DES_SERVERS und kann somit Apples Standard-SMB2-Implementierung umgehen.